Zum Inhalt springen

Industrie

Industrie

Als Industrie bezeichnet man einen Wirtschaftszweig dessen Unternehmen die gewerbliche Verarbeitung und Bearbeitung von Rohstoffen sowie Halbfabrikaten mit Hilfe von physikalischen, chemischen und biologischen Verfahren zu Konsum- oder Produktionsgütern behandeln unter der Verwendung von Produktionsfaktoren als Industrieunternehmen.

Zu den größten Industriebranchen gehören, nach dem Umsatz und der Anzahl der Beschäftigten, der Maschinenbau, Anlagenbau, Elektrotechnik, Elektronik, Fahrzeugbau, Ernährungsgewerbe, Chemie und Baugwerbe.

Rückwaren

Rückwaren

Mit Rückwaren beschreibt man Nicht-Unionswaren welche aus dem freien Verkehr des Zollgebietes der EU als Unionswaren ausgeführt und wieder eingeführt werden.

Es handelt sich bei Rückwaren um einen zollrechtlichen Begriff. Dabei unterliegen Rückwaren der Zollfreiheit, sofern sie unverändert sind und zwischen der Ausfuhr und der Wiedereinfuhr bei Marktordnungswaren nicht mehr als 6 Monate vergangen sind. Bei anderen Waren gelten nicht mehr als 3 Jahre.

Der Nachweis des Rückwareneigenschaft bei der erneuten Einfuhr sowie Überlassung zum freien Verkehr erfolgt durch Belege wie Schriftwechsel, Kassenbelege, Ausfuhranmeldungen, Rechnungen oder Nämlichkeitsmittel entsprechend Informationsblatt INF 3 mit Seriennummern der Waren.

Allfinanz

Allfinanz

Die Allfinanz bezeichnet einen Verbund von Versicherungsgeschäften sowie anderen Finanzdienstleistungen, wie Bankgeschäfte.

So werden Finanzdienstleistungen angeboten die Bausparen, Vermögensanlage, Finanzierung, Versicherungsarten etc. umfassen.

Die Finanzkonzerne bieten die Allfinanz auf einem Finanzsupermarkt an, anders als die ursprünglichen Anbieter wie Bausparkassen, Versicherungen, Banken, Investmentgesellschaften die alle nur einen Teil der Dienstleistungen anboten.

Aufgrund von wachsender Konkurrenz und größeren privaten Geldvermögen ist die Allfinanz entstanden, sie bietet den privaten Haushalten auch Vorteile in Form von einem Ansprechpartner, die Vermeidung von doppelten Versicherungen, ein abgestimmtes Gesamtpaket der Dienstleistungen, nachteilig ist dass das gesagte Vermögen über einen Intermediär läuft.

Es kommt so ein gesamtes Angebot an Finanzdienstleistungen die als Intermediation zwischen dem finanziellen Überschußsektor und privaten Haushalten, dem Defizitsektor der Unternehmen und öffentlichen Haushalten fungieren.

Rembourskredit

Rembourskredit

Bei einem Rembourskredit handelt es sich um eine spezielle Form des Akzeptkredits im Außenhandel. Er basiert auf der Grundlage eines Dokumentenakkreditivs.

Man verwendet den Rembourskredit zur Finanzierung von Importgeschäften.

In der Regel zieht der Exporteur auf den Importeur einen Wechsel welcher der Exporteur bei seiner Bank zum Diskont einreicht. Dabei kauft die Bank des Exporteurs den Wechsel nur dann an, wenn der Importeur kreditwürdig und bekannt ist. Andernfalls verlangt der Exporteur vom Importeur, dass dieser den Wechsel bei einer bekannten Bank als Akzeptkredit in Anspruch nimmt.

Der Exporteur kann dann den Wechsel dieser Bank ziehen, also von der Bank des Importeurs oder eine zwischengeschalteten Remboursbank, hierbei wird die Tratte von Dokumenten begleitet.

Die Tratte wird von der kreditgebenden Bank bei der Annahme der Dokumente akzeptiert und man sendet das Akzept an den Exporteur zurück.

Bei Warengeschäften aus Übersee ist der Rembourskredit somit der von einer Bank gewährte Kredit für die Begleichung eines Vertrages in Form einer Außenhandelsfinanzierung.

Man spricht von einem Akzept-Rembours, Wechselrembours, wenn die Bank des Importeurs die Tratte des ausländischen Verkäufers akzeptiert. Der Importeur sichert sich den Kredit des Importgeschäftes von der Bank vor dem Abschluß des Geschäftes zu.

Geschäftsbanken

Geschäftsbanken

Mit Geschäftsbanken bezeichnet man Kreditinstitute die alle universell tätig tätig sind, also Universalbanken, im Gegensatz zu Spezialbanken.

Man unterscheidet in Deutschland 3 Arten von Geschäftsbanken:

  • private Geschäftsbanken als Kreditbanken
  • öffentlich-rechtliche Kreditinstitute wie Sparkassen und Girozentralen
  • sowie genossenschaftliche Kreditinstitute wie Raiffeisenbanken und Volksbanken

Bilanzkennzahlen

Bilanzkennzahlen

Bilanzkennzahlen dienen der Aufbereitung und der Auswertung von Bilanzen. Im Englischen spricht man von „balance sheet ratios“.

Hierbei werden die die unterschiedlichen Positionen der Bilanz zu Hauptpositionen zusammengefasst.

So werden Vorräte, Sachanlagen, flüssige Mittel und Forderungen auf der Aktivseite und Eigenkapital sowie kurzfristiges und langfristiges Fremdkapital auf der Passivseite erfasst.

Nach der Zusammenfassung zu den Hauptpositionen werden diese dann in Prozent der Bilanzsumme dargestellt.

Sind Eigenkapitalquote und Verschuldungsgrad des Unternehmens bekannt so lässt sich der Kapitalaufbau und die Vermögensstruktur ablesen. Für die Beurteilung einer Finanzierung ist hierbei die Kennzahl der Anlagendeckung von Bedeutung.

Flüssige Mittel und andere Positionen des Umlaufvermögens werden mit Liquiditätsgraden in eine Beziehung gesetzt zu kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Vertikale und horizontale Bilanzkennzahlen

Bei den Bilanzkennzahlen handelt es sich um Summen die aus einer Gegenüberstellung von Bilanzpositionen ermittelt werden in der Bilanz. Man unterscheidet horizontale und vertikale Bilanzkennzahlen.

Die vertikalen Bilanzkennzahlen werden aus Relationen von Posten der Passiva-Seite der Bilanz gebildet. Man kann aus ihnen die Zusammensetzung des Kapitals ablesen, aber nicht die Kapitalverwendung. Aus den vertikalen Bilanzkennzahlen lässt sich als Quotient aus Fremd- und Eigenkapital der Verschuldungskoeffizient ablesen, im Idealfall 1:1 (In der Realität wächst aber die Eigenkapitalrentabilität mit zunehmender Fremdkapitalfinanzierung wie durch Investitionen sofern die Gesamtkapitalrentabilität, die Kapitalrentabilität größer ist als der Fremdkapitalzins entsprechend dem Leverage-Effekt.) und auch der Verschuldungsgrad aus dem Verhältnis von Fremd- zu Gesamtkapital sowie das Eigenkapital als Verhältnis von Eigen- zu Gesamtkapital.

Die horizontalen Bilanzkennzahlen sind Verhältnisse aus den Positionen der Aktiva in der Bilanz zu den Passiva, hier gilt als goldene Bilanzregel oder goldene Finanzierungsregel der Quotient aus langfristigem Kapital zum Anlagevermögen.

Dumping

Dumping

Dumping beschreibt das Unterbieten der eigenen Inlandspreise auf Auslandsmärkten. Man spricht hier von einem Waren- oder Preisdumping.

Kommt es zu einer Unterbietung durch Währungsmaßnahmen wie eine Abwertung so spricht man von einem Valutadumping. Werden Frachtsätze unter den Selbstkosten für Ausfuhrwaren gesetzt so spricht man von Frachtendumping.

Ein planwirtschaftliches Dumping beschreibt Angebote von Produzenten aus Ländern des Comecon zu ihren Selbstkosten, wie sowjetische Transportleistungen auf der Donau oder dem Rhein.

Von Steuer-Dumping oder Sozial-Dumping spricht man wenn Länder durch geringe Löhne oder Steuersätze einen Wettbewerbsvorteil nutzen und die Preise im Importland unterbieten.

Dumping hat das Ziel ausländische Konkurrenten zu verdrängen, hierzu werden Preise räumlich differenziert. So werden die Güter zu den Selbstkosten des Importlandes oder einen den Inlandspreis unterschreitenden Preis exportiert.

Vor allem kommen Produkte aus dem asiatischen Raum wie Textilien etc. zu Dumping- oder Schleuderpreisen auf den Markt. Aber auch bei Stahl- und Eisenerzeugnissen etc. können sie auftreten sowie chemischen Produkten, es kann auch zu Strafzöllen kommen.

Für das Importland wirkt sich das Dumping bei Konsumgütern wie eine Subvention an Käufer aus, bei Produktionsmitteln kommt es zu sinkenden Produktionskosten.

Bei funktionsfähigen Märkten würde es durch Dumping zu Arbitrage und Rückstrom der exportierten Güter kommen, um dieses zu verhindern nutzt das dumpingbetreibende Land Importzölle zum Schutz.

Die Ursache für Dumping kann in einem Bedarf an Devisen liegen. Aber auch Überschüsse wie aus dem Agrarbereich können so vermarktet werden ohne den Preis für die Produzenten senken zu müssen.

Denkbar sind auch der Versuch der Eroberung ausländischer Märkte. Ist der Inlandsmarkt nicht aufnahmefähig genug um die Fixkosten zu decken so kann der Export von Dumping-Ware auch dazu genutzt werden um den Deckungsbetrag zu erzielen.

Es kommt zur besseren Auslastung der Kapazitäten so dass sowohl höhere als auch niedrige Inlandspreise möglich werden.

In der EG und durch GATT ist das Dumping verboten. Das GATT Anti-Dumping wird jedoch umgangen wenn die Ausfuhrländer Einzelteile wie in die EG normal vorzollen bei der Einfuhr und dann vor Ort zu Investitions- oder Konsumgüter zusammensetzen.

Gut) in sog. „Schraubenzieher-Fabriken“ montieren.

Werbebudgetierung

  • von

Werbebudgetierung

Die Werbebudgetierung legt Planungs- und Kontrollgrößen für Werbeaktivitäten fest. Man unterscheidet dabei 3 Aufgaben, nämlich die Bestimmung des Werbebudget-Umfanges, des Werbebudgets sowie eine sachliche und zeitliche Aufteilung auf verschiedene Werbeträger.

Diese Teilaufgaben beeinflussen sich gegenseitig und erfordern so eine simultane Lösung.

In der Praxis geht man sukzessiv vor in dem man den Umfang des Werbebudgets festlegt und dann die Mittel sachlich und zeitlich verteilt.

Als Werbewirkungsfunktion bezeichnet man den Zusammenhang zwischen den Werbeausgaben und den Werbezielen. In der Praxis verwendet man hierzu heuristische Verfahren wie die Orientierung am Umsatz als Prozentsatz vom Umsatz, der Konkurrenz oder Verkaufseinheiten. Es erfolgen Kosten-Nutzen-Analysen für die zeitliche und sachliche Aufteilung des Werbebudgets.

Ökonomisch betrachtet man die Wirkung der Höhe der Werbeausgaben zu der Wirkung beim Umsatz. Die Konkurrenz-Paritäts-Methode nimmt Konkurrenten als Ausgangspunkt für die Ermittlung des Werbebudgets. Die „All you can afford“ – Methode bestimmt den Werbeetat an der finanziellen Tragbarkeit.

Die Budgethöhe richtet sich an den festgelegten Werbezielen die zu möglichst geringen Kosten erreicht werden sollen, was für Werbeobjekte beworben werden sollen, welche Zielgruppen angesprochen werden, welche Werbemittel verwendet werden in Größe, Farbe etc., welche Werbeträger in Frage kommen, die finanzielle Situation des Unternehmens etc.

Insbesondere in umsatzstarken Zeiten ergibt sich eine hohe Werberesonz, da man viele potentielle Kunden ansprechen kann in der kaufvorbereitenden Phase. Auch Orientierung am branchenüblichen Wert der Vergangenheit oder dem bisher gehaltenem Anteil dem Share of voice (SoV) ist möglich.

Die Werbebudgetierung im Detail

Die Stellung des Produktes am Markt und sein Lebenszyklus müssen für das Werbebudget betrachtet werden.

Die Gewinnmaximierung steht im Vordergrund und langfristige Effekte über die entsprechende Periode hinaus eher im Hintergrund.

Werbemaßnahmen als Investitionen in die Zukunft werden bei investitionstheoretischen Ansätzen betrachtet so können erzeugte Rückflüsse betrachtet werden, Marktforschung betrieben werden etc.

Die Kapitalwertmethode ermittel den Kapitalwert, Gegenwartswert der Werbinvestion durch die Differenz zwischen den erwarteten Werbeerlösen und Werbeausgaben die auf den Planungszeitpunkt abgezinst sind.

Investiert werden kann mit größtem Kapitalwert. Auch dynamische Wirkungen können betrachtet werden so wirkt Werbung über mehrer Perioden hinweg, wird mit der Zeit jedoch schwächer durch das Vergessen. Es kommt zu einem Sättigungsniveau.

Die sachliche Budgetverteilung nutzt sachliche Kriterien für die Verteilung des Werbebudgets auf einzelne Werbeobjekte wie Dienstleistungen, Produkte etc. bestimmte Kundensegmente wie Intensivverwender, geographische Märkte etc. Eine ökonomische Betrachtung erfolgt nach Kosten-Nutzen-Analyse und strategischer Portfolio-Analyse.

Die zeitliche Verteilung als Werbedosierung betrachtet kurzfristige intensive Werbebemühungen auf eine kleine Zeitperiode oder auch kontinuierliche Werbemaßnahmen über eine Planperiode. Der Lernerfolg, die Erinnerung steigt schneller und ist relativ hoch bei mehrfach wöchentlichen Werbeeinsatz, fällt aber auch schneller wieder ab. Bei einer langfristigen Verteilung der Werbebotschaft auf ein Jahr verteilt steigt die Erinnerungsleistung dauerhaft mit weiteren Kontakten. Man spricht so auch von Klotzen oder Kleckern bei der Werbedosierung.

Beim Kleckern kann man so einen guten Imageaufbau erreichen. Durch Pulsationsstrategien kann man beide Formen kombinieren. Mit vielen Impulsen in kurzer Zeit kann man viele Personen erreichen, durch kontinuierliche bzw. pulsierende Werbemaßnahmen hingegen den Markennamen aufbauen.

Gap-Analyse

Gap-Analyse

Der Begriff Gap, auf Englisch „Lücke“ beschreibt bei der Gap-Analyse eine Darstellung von Abweichungen welche auf verschiedenen Annahmen bezüglich zukünftiger Entwicklungsverläufe eines Geschäftes beruhen.

Die Gap-Analyse bietet ein grobes, wenig differenziertes sowie exploratives Instrument zur Analyse. Methoden die differenzierter sind und sich somit einer Gap-Analyse anschließen sollten sind strategische Analysen wie eine Produkt-/Markt-Matrix oder eine Portfolio-Analyse.

Im strategischen Management ist die Gap-Analyse ein Instrument welches die Interpretation der entstandenen Lücke ermöglichst sowie mögliche Vorschläge um diese Lücke zu schließen.

Bei der Darstellung der Gap-Analyse in einem Koordinatensystem wird auf der Ordinate der Lückenindikator wie der Umsatz aufgetragen und auf der Abszisse die Zeit. So ergibt in der Regel die untere Kurve die Extrapolation des Basisgeschäftes, die obere Kurve bildet die Entwicklung des Geschäftes ab, sofern alle Potenziale der Unternehmung genutzt werden für die Nutzung künftiger Gelegenheit und Meidung von Gefahren. Bei der Potenitalanalyse werden mögliche zukünftige erwartete Veränderungen in den Bestand der Potentiale des Unternehmens mit betrachtet.

Ziel der Gap-Analyse ist es die vorhandene Lücke zu schließen. Dazu können Potentiale des Unternehmens genutzt werden, Veränderungen bei den Wertschöpfungsstrategien vorgenommen werden wie eine Marktdurchdringung mit neuen Produkten etc.

Man kann die gesamte Lücke weiter differenzieren. So kann man eine strategische und eine operative Lücke unterteilen. Die Entwicklungslinie des Geschäftes mit der Annahme der bestmöglichen Nutzung von allen bestehenden Potentialen ist die Trennungskurve. Die Obergrenze der strategischen Lücke schließt auch zukünftig zu erwartende Potentialveränderungen mit ein.

Automatisierung

Automatisierung

Die Automatisierung beschreibt die Übertragung von Funktionen des Produktionsprozesses, vor allem Prozesssteuerungs- und regelungsaufgaben vom Menschen auf künstliche Systeme.

Kennzeichnend für die Automatisierung ist die Maschinisierung bei der Funktionen des Produktionsprozesses übernommen werden von künstlichen Systemen wie Maschinen.

Bei einer Mechanisierung wird lediglich die für den Produktionsprozesse erforderliche Energie von Maschinen übernommen.

Anders jedoch bei der Automatisierung, hier werden zusätzlich auch Prozesssteuerungs- und Prozessregelungsaufgaben durch künstliche Systeme übernommen.

Die Ziele der Automatisierung richteten sich früher vor allem darauf starre, wiederkehrende Produktionsabläufe möglichst vollständig von Maschinen übernehmen zu lassen und so Produktivitätssteigerungen zu ermöglichen. Heute achtet man vermehrt darauf, dass die Arbeitsfolgen mit verschiedenen Aufgabenstellungen durch flexible Fertigungssysteme durchgeführt werden können. So wird nicht nur die die Produktivität gesteigert, sondern eine erhöhte Wirtschaftlichkeit durch mehr Flexibilität ermöglicht werden.

Nach dem Einsatz von Automaten nach DIN IEC 60050-351 ist die Automatisierung das Ergebnis des Automatisierens. Automaten sind hier künstliche Systeme welche selbständig ein Programm befolgen und Entscheidungen aufgrund des Programmes für die Steuerung und eine mögliche Regelung von Prozessen treffen wie bei flexiblem FFS.

Dabei beruhen die Entscheidungen des Systems auf Verknüpfungen von Eingaben mit den jeweiligen Zuständen eines Systems und haben Aufgaben als Folge nach DIN IEC 60050-351.

Nach dem Regelprinzip laufen die Prozesse automatisch ab mit einer zielorientierten Prozessbeinflussung mit Hilfe der Rückkopplung von Kontrollergebnissen.

Man unterscheidet bei der Automatisierung 2 Arten, nämlich die Teil- und Vollautomatisierung abhängig vom Umfang der übernommenen Steuerungs- und Regelungsaufgaben durch Maschinen.

Der Automatisierungsgrad bzw. die Automatisierungsstufe beschreibt den Anteil welchen die automatisierten Funktionen an der Gesamtfunktion eine Produktionssystemes einnehmen. So ist der Automatisierungsgrad nach DIN IEC 60050-351 beschrieben. Kommt es zu einer schrittweisen Erhöhung des Einsatzes von Automaten im Produktionsprozess so spricht man von Automatisierungsstufen.

Einsatzbereiche der Automatisierung können Verarbeitungsvorgänge, Bearbeitungsvorgänge, Fördervorgänge, Produktionsplanungsvorgänge, Produktionssteuerungsvorgänge, Handhabungsvorgänge oder lagertechnische Vorgänge sein.

Qualitätscontrolling

Qualitätscontrolling

Bei Dienstleistungen kann es durch die Leistungseigenschaften von Dienstleistungen zu Schwankungen. Dienstleistungen sind personalintensiv sowohl auf der Seite des Nachfragers als auch des Anbieters, so dass die Schwankungen in der Qualität durch beide Seiten hervor gerufen werden können.

Häufig ist der interaktionsintensive Zusammenhang zwischen den Beteiligten im Austauschprozess verantwortlich für derartige Schwankungen.

Das Dienstleistungscontrolling unterstützt daher das Dienstleistungsmanagement bei der Gestaltung, Planung und Überwachung der Qualität der Dienstleistungen.

Durch geeignete Methoden und Instrumente wird das Controlling unterstützt.

Das Qualitätscontrolling konzentriert sich auf das Potential (Potenzialcontrolling von Dienstleistungen), die Ergebnisqualität (Ergebniscontrolling bei Dienstleistungen) und die Prozessqualität (Prozesscontrolling bei Dienstleistungen).

Man betrachtet 4 Schritte beim zielgerichteten Qualitätscontrolling von Dienstleistungen:

  1. Die Identifikation von Merkmalen welche die Qualität der Dienstleistungen bestimmen
  2. Die Messung und Bewertung der Qualitätsmerkmale
  3. Das Aufdecken von Abweichungen zwischen den Qualitätsanforderungen und dem schon erreichten Qualitätsniveau
  4. Die Analyse der Abweichungen und das Erarbeiten von Verbesserungskonzepten

Prognose

  • von

Prognose

Die Prognose, auf Englisch „technological forecasting“ ermöglicht die Beschreibung von zukünftigen Umwelt- und Unternehmenszuständen.

Man baut für die Prognose auf vorhandenem Erfahrungsmaterial auf und projiziert dieses in die Zukunft mit Hilfe eine zeitunabhängigen Kalküls.

Es muss daher ein allgemeines Wissen in Form von bestätigten Gesetzesaussagen vorliegen für den Fall von realtheoretisch fundierten Prognosen.

Anders dazu ist die Planung bei der man durch ein zukunftbezogenes, systematisches Denken und Festlegen von Zielen, Maßnahmen und Ressourceninput ein bestimmtes Ziel erreichen möchte. Im Planungsprozess gibt es eine Unsicherheit, da die vorhandenen Informationen keine eindeutigen Erwartungen zulassen.

Absatzprognosen im Marketing sind das Marktpotential, das Marktvolumen, Absatzpotential, das Absatzvolumen und der Marktanteil. Man unterscheidet hier zwischen einer Entwicklungs- und Wirkungsprognose.

Für Entwicklungsprognosen werden Wirkungen von eingesetzten oder einsetzbaren Insturmentalvariablen, der Marketinginstrumente des eigenen Unternehmens oder des Wettbewerbs nicht mit einbezogen. Bei Wirkungsprognosen hingegen wird auch die Wirkung von Aktivitäten berücksichtigt, also Marktreaktionen auf absatzpolitische Maßnahmen.

Fristigkeit von Prognosen

Auch die Fristigkeit spielt bei Prognosen eine wichtige Rolle man unterscheidet bei der Fristigkeit zwischen:

  • kurzfristigen Prognosen von bis zu einem Jahr
  • mittelfristigen Prognosen von bis zu 5 Jahren
  • langfristigen Prognosen von bis zu 10 Jahren
  • futurologische Prognosen von über 10 Jahren

Durch die Prognose werden numerische Werte für bestimmte Objekte vorhergesagt. Verwendet man nicht numerische Werte also Ausprägungen eines metrischen Merkmales, sondern vordefinierte Klassen, so sagt man die Ausprägung von nominalen Merkmalen vorher und spricht hierbei von Klassifikation im „business intelligence“.

Auch unterscheidet man quantitative und qualitative Prognosemethoden.

Zu den quantitativen Prognosemethoden gehört die Extrapolation die die prognostizierte Größe nur in Abhängigkeit von dem Faktor Zeit sieht. So ist die Extrapolation eine der bekanntesten quantitativen Prognosemethoden. Sie kann nach der Methode kleinsten Quadrate wie bei der Zeitregression erfolgen durch die Bildung von gleitenden Durchschnitten oder auch durch eine exponentielle Glättung. Für komplexe Zusammenhänge bieten sich Simulationsmodelle an für die Erfassung und Prognose.

Die qualitativen Prognosemethoden umfassen Methoden auf subjektiven Vorstellungen wie der Intuition etc. Eine objektive Nachprüfbarkeit ist häufig nicht gegeben. Allerdings können sie aufgrund der Erfahrung von Experten sehr exakt sein. Ein bekanntes qualitatives Prognoseverfahren ist die Delphi-Methode, die auf das Expertenwissen mit einer möglichst breiten Basis baut und sie möglichst verlässlich verwendet.

Informationstechnologie

Informationstechnologie

Die Informationstechnologie ermöglicht die Wissenspeicherung und -verarbeitung mittels Mikroelektronik (Computern) und eine universelle Verwendung.

Anders als bei traditionellen Methoden wird bei einem dezentralen Einsatz das Potential der Steuerung, Zentralisierung und Kontrolle erhöht.

Verbraucherschutz

  • von

Verbraucherschutz

Der Verbraucherschutz beschreibt einen Teilbereich in der Verbraucherpolitik. Man bedient sich hierbei Mitteln der Rechtsordnung, um unerwünschte Effekte von Austauschprozessen am Markt für den Konsumenten zu unterbinden.

Man unterscheidet innerhalb des Verbraucherschutzes 3 Kategorien.

  1. Den Rechtsschutz, hierbei gelten zwischen dem Anbieter und dem Verbraucher die Rechtsverhältnisse wie sie auch für den Geschäftsverkehr bei Kaufleuten gelten.  Es kommt zu Machtungleichgewichten aufgrund der Kompetenzgefälle zwischen den privaten Haushalten und den Unternehmen, Gesetze sollen hierbei die Ausnutzung durch die Anbieter verhindern. So gibt es das Recht zum Rücktritt von Kaufverträgen bei Versand- sowie Haustürgeschäften die den Verbraucher schützen sollen.
  2. Der Vermögens- und Gesundheitsschutz soll durch entsprechend Kennzeichnung von Waren den Verbraucher vor möglichen Risiken beim Gebrauch von Produkten oder auch Dienstleistungen schützen, die dieser häufig nicht erkennen kann.
  3. Der Informationsschutz regelt durch Vorschriften bezüglich der Kommunikationspolitik der Anbieter. Dabei können diese negativ bestimmt werden welche Inhalte der Informationen und deren Gestaltung sowie Wirkung auszuschließen sind oder in positiver Form festgelegt, welche Informationen dem Verbraucher mindestens mitzuteilen sind wie beispielsweise eine Preisauszeichnung.

Maßnahmen sowie Instrumente des Verbraucherschutzes definieren verbindliche Verhaltensmaßnahmen, Gesetze, Rechtsprechung, Verwaltungskontrolle oder auch nicht-rechtliche Maßnahmen als „soft law“ wie durch einen Ombudsmann (erfüllt die Aufgabe einer unparteiischen Schiedsperson) für Verbraucher, den man in skandinavischen Ländern kennt und die Selbstkontrolle der der Wirtschaft und der Anbieter.

So kann der staatliche Handel, Bundesbehörden, Landesbehörden, kommunale Behörden wie die Gewerbeaufsichtsämter dafür sorgen, dass der Verbraucherschutz wahrgenommen wird. Häufig werden jedoch nur Stichproben auf Grund von mangelndem Personal durchgeführt so das eine vollständige Umsetzung des Verbraucherschutzes nicht immer gewährleistet werden kann.

Bilanzgewinn

Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn, auf Englisch „retained earnings“ ergibt sich rechnerisch aus:  Jahresüberschuss + Gewinnvortrag + Entnahme aus den Rücklagen – Verlustvortrag – Einstellung in die Rücklagen = Bilanzgewinn.

Der Bilanzgewinn ergibt sich so aus dem Jahresüberschuß nach teilweiser Verwendungsentscheidung durch die Unternehmensleitung nicht aus dem erwirtschafteten Periodengewinn. So kann es zur Zuführung zur Gewinnrücklage durch den Vorstand und Aufsichtsrat einer Aktiengesellschaft entsprechend gesetzlicher Bedingungen nach AktG § 150 oder § 158 kommen.

Bei einer Aktiengesellschaft entscheidet die Hauptversammlung über die weitere Verwendung des ermittelten Bilanzgewinnes.

Man versteht unter dem Bilanzgewinn den in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen verteilungsfähigen Reingewinn eines Unternehmens, auf den beispielsweise Unternehmenseigner wie Aktionäre Anspruch haben.

Zession

Zession

Mit einer Zession beschreibt man die Abtretung einer Forderung.

Bei der Zession handelt es sich um ein abstraktes Verfügunggeschäft, seine Wirksamkeit ist unabhängig vom rechtlichen Schicksal des zugrunde liegenden Geschäftes.

Durch eine Vorausabtretung kann eine künftige und bedingte Forderung im Voraus abgetreten werden wie die Forderung aus dem Weiterverkauf von Waren.

Nach § 398 BGB kann eine Forderung von bisherigen Gläubiger dem Zedent durch einen Vertrag auf einen neuen Gläubiger den Zessionar übertragen werden.

Im Wirtschaftsleben hat die Zession eine große Bedeutung da man mit ihr beispielsweise Außenstände zur Kreditabsicherung nutzen kann.

Man unterscheidet verschiedene Formen der Zession:

  • Die Inkassozession bei der die Übertragung nur zum Zweck der Einziehung von Forderungen erfolgt.
  • Die Legalzession mit der Forderungsabtretung kraft des Gesetzes.
  • Die Globalzession mit der Abtretung aller bestehender und zukünftiger Forderungen wie beispielsweise an eine Bank für die Sicherung eines Darlehens.
  • Die Sicherungszession mit der Forderungsübertragung allein für Sicherungszwecke, auch fiduziarische Abtretung.
  • Die Blankozession bei der der Empfänger berechtigt ist durch die Ausfüllung von unvollständigen Abtretungsurkunden den Gläubiger zu bestimmen.

Markenidentität

Markenidentität

Die Merkmale einer Marke die aus der Sicht der internen Zielgruppen auf nachhaltige Art und Weise den Charakter der Marke prägen bestimmen die Markenidentität.

Man spricht im englischen auch von der „brand identitiy“. So kann sie die wesenprägenden Merkmale einer Marke zum Ausdruck bringen und für welche die Marke zunächst nach innen und später auch nach außen hin steht bzw. künftig stehen soll.

Es handelt sich so um ein Führungskonzept das durch die Beziehung zur internen Zielgruppe und der Interaktion mit externen Zielgruppen die Marke konstituiert.

Die Markenidentität kann die Art der Beziehung zu Markenmitarbeiter untereinander als auch ihre Interaktion zu externen Markenzielgruppen erklären.

So kann mann über die Erklärung des Mitarbeiterverhaltens die Markenidentität als Führungsinstrument der Markenführung interpretieren und dabei 2 Ziele verfolgen:

  1. Zum eine eine konsistente außengerichtete Kommunikation des Markennutzenversprechens gemäß einer Soll-Positionierung an allen Berührungspunkten zwischen Nachfragern und Marke, auf Englisch „Brand Touch Points“
  2. Zum anderen die innengerichtete Umsetzung sowie finale Einlösung des Versprechens durch ein adäquates Verhalten von allen an der Erbringung der Markenleistung beteiligten Personen.

Vorsichtsprinzip

Vorsichtsprinzip

In der deutschen Rechnungslegung beschreibt das Vorsichtsprinzip einen dominanten Rechnungslegungsgrundsatz.

So hilft das Vorsichtsprinzip dabei, dass sich der Kaufmann nicht reicher rechnet als er ist.

Die Finanzierungsstruktur deutscher Unternehmen wird hauptsächlich durch Fremdfinanzierung gekennzeichnet die die Dominanz ergibt.

Dabei soll nach dem Vorsichtsprinzip keine zu optimistischer Eindruck der Lage eines Unternehmens bei der Rechnungslegung vermittelt werden.

Man nutzt das Imparitätsprinzip und das Relationsprinzip. Durch das Niederstwertprinzip wirkt sich das Imparitätsprinzip auf die Aktivseite der Bilanz aus.

International betrachtet dominiert jedoch nicht das Vorsichtsprinzip, sondern das accrual principle.

Forderungen des Vorsichtsprinzips sind:

  1. Dass bei einwandfrei feststehenden Tatsachen den Ansatz der erwarteten Zahlung sofern relativ sichere Vorhersagen erlaubt sind
  2. Dass bei häufigen Ereignissen und hiermit verbundenen statistisch fundierten Erwartungen den Ansatz zum mathematischen Erwartungswert der zukünftigen Zahlung höchstens je nach Größe um eine „Vorsichtskomponente“ ergänzt wird.
  3. Dass bei subjektiven Erwartungen der Ansatz zum am stärksten erfolgsmindernden Wert welcher noch als realistischer Schätzwert angesehen werden kann als untere Bandbreite der Erwartungen

Offene Handelsgesellschaft (OHG)

Offene Handelsgesellschaft (OHG)

Unter einer offenen Handelsgesellschaft (OHG) versteht man eine Personengesellschaft mit mindestes 2 Gesellschaftern, natürliche oder juristische Personen, die eng die Gesellschaft bürgerlichen Rechts angelehnt und im HGB gesetzlich geregelt ist.

Dabei erfüllt die OHG den Zweck des Betriebs eines Handelsgewerbes, Personenhandelsgesellschaft mit dem persönlichen Arbeitseinsatz der Gesellschafter in Form einer gemeinschaftlichen Firma.

Bei der OHG handelt es sich um keine juristische Person, jedoch kann sie, wie die Kommanditgesellschaft nach außen hin rechtlich verselbständigt und so vor allem auch unter ihrer Firma, Grundstücke erwerben mit einer Grundbuchfähigkeit, Rechte erwerben und auch Verbindlichkeiten eingehen. Sie kann auch vor Gericht verklagt werden und selbst klagen.

Für die Gesellschafter gilt, dass sie alle zur Geschäftsführung berechtigt sind auch einzeln eine organschaftliche Vertretung der Gesellschaft nach außen hin eingehen können und verpflichtet sind in Form des Grundsatzes der Selbstorganschaft.

Weiterhin haben die Gesellschafter eine besondere Treuepflicht aus der sich das gesetzliche Wettbewerbsverbot der Gesellschafter ableitet.

Alle Gesellschafter haften gegenüber Gesellschaftsgläubigern gesamtschuldernerisch unbeschränkt mit ihrem gesamten privaten Vermögen neben dem Gesellschaftsvermögen.

Die OHG ist selbst kein Steuersubjekt, allerdings wird ihr Gewinn nur einheitlich festgestellt in dem Umfang den die Gesellschafter als Mitunternehmer versteuern.

Variable Kosten

Variable Kosten

Variable Kosten beschreiben Kosten die proportional zur betrieblichen Ausbringungsmenge anfallen.

Zu ihnen gehören beispielsweise Hilfsstoffe oder Rohstoffe.

Innerhalb der Deckungsbeitragsrechnung sind die variablen Kosten gleichzeitig die kurzfristige Preisuntergrenze bei nicht voll ausgelasteten Kapazitäten.

Man spricht vom Deckungsbeitrag als Differenz aus den variablen Kosten und dem Stückerlös. So ist der Deckungsbeitrag im Management eine wesentliche Steuerungsgröße für produkt- und preispolitische Entscheidungen.