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Tarifautonomie

Tarifautonomie

Im Arbeitsrecht beschreibt die Tarifautonomie das Recht von Koalitionen die Wirtschaftsbedingungen und Arbeitsbedingungen, unabhängig von staatlichen Einflüssen, zu regeln.

Im Verkehrsrecht spricht man von einer Tarifautonomie, wenn man die Berechtigung meint die ein Verkehrsträger hat seine eigenen Tarife selbst zu gestalten. Im öffentlichen Personenverkehr wird die Tarifautonomie durch Aufsichtsbehörden begrenzt. Im Güterverkehr liegt sie nach der Tarifreform bei den Verkehrsunternehmen.

Nach Art. 9. III GG ist die Tarifautonomie durch die Koalitionsfreiheit in ihrem Kern verfassungsrechtlich geschützt.

Im TVG, dem Tarifvertragsgesetz ist sie gesetzlich konkret festgelegt. Allerdings geht man zum Teil davon aus, dass die Autonomie vom Staat delegiert wird und zum anderen Teil geht man davon aus, dass es sich um eine originäre Rechtssetzungsbefugnis handelt.

Der Tarifautonomie sind auch Grenzen gesetzt, so beschränkt sich die Tarifmacht der Tarifvertragsparteien auf die Verbandsangehörigen und hat nach § 4 I TVG keine Möglichkeit der Rechtsetzung gegenüber Außenseitern.

Differenzierungsklauseln die unzulässig wenn sie qualifizieren und dem Arbeitgeber die Weitergabe von Vergünstigungen an Nicht-Mitglieder der Gewerkschaften verweigern. Einfache Differenzierungsklauseln sind jedoch zulässig.

Die tarifvertragliche Rechtsetzung kann nicht auf die Individualsphäre der Arbeitnehmer eingreifen und so Vorschriften über eine Lohnverwendung machen.

Nach § 138 BGB sollen die Tarifparteien dem Gemeinwohl dienen und so können Tarifabschlüsse das gesamtwirtschaftliche Gleichgewicht grob missachten nichtig sein.

Nach Art. 14 GG ist ein Eingriff auf schon entstanden Lohnansprüche unzulässig.

Für die Tarifvertragsparteien gilt, dass sie beispielsweise nicht zwingende Bestimmungen der Unternehmensverfassung ändern können, AktG, GmbHG, MitbesG und so ihre Regelzuständigkeit auf die „Wahrung und Förderung von Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen“ beschränkt ist.

Mentoring

Mentoring

Das Mentoring beschreibt die Tätigkeit einer erfahrenen Person, eines Mentors, einer Mentorin, bei der ihr fachliches Wissen und ihre Erfahrungen an eine unerfahrene Person, den Mentee, weitergegeben werden.

In der Personalentwicklung wir das Mentoring so genutzt um eine lernbereite (junge) Person zu einer Führungskraft am Erfahrungsschatz des Mentors, der erfahrenen Person, teilhaben zu lassen.

So kann die berufliche Identität entwickelt werden und das berufliche Handeln reflektiert werden.

Auch kann der Mentee so Zugang zu Netzwerken des Mentors erhalten. Weiterhin erlernt er so wichtige organisatorische Regeln und wird bei der Entscheidungstreffung unterstützt.

Das Mentoring fokussiert sich auf den Teilnehmer und die Dinge welche zwischen Mentor und Mentee besprochen werden sind vertraulich. Sie gehen über ein normales Verhältnis zwischen Führungskraft und Mitarbeiter hinaus.

Beide Seiten müssen hierzu offen, vetrauensvoll und engagiert sein. Das Mentorenprogramm erfordert für die Mentoren eine Vorbereitung, da sie häufig, anders als für ein Coaching, nicht für diese Tätigkeit ausgebildet sind.

Neutrale Erträge

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Neutrale Erträge

Neutrale Erträge sind Erträge die nicht unmittelbar in einer Periode durch den betrieblichen Leistungsprozess verursacht wurden und Erträge die einen einmaligen Charakter haben wie beispielsweise Buchgewinne aus der Veräußerung von Anlagen, Miet- und Zinserträge eines Industriebetriebes, Steuererstattungen, Beteiligungen und Wertpapiere oder Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen.

Die neutralen Erträge werden gegliedert in:

  • periodenfremde Erträge
  • außerordentliche Erträge
  • betriebsfremde Erträge

Zum Zweck der Kostenrechnung werden neutrale Erträge von Betriebserträgen/Leistungen abgegrenzt und erfolgen im IKR im Abgrenzungsbereich über die Klasse 9, Kontengruppe 90/91.

Rohertrag

Rohertrag

Der Rohertrag beschreibt die Differenz zwischen der eingesetzten Warenmenge und dem Warenverkaufswert ohne Mehrwertsteuer, die mit dem Wareneinstandspreis ohne Vorsteuer bewertet wird.

So ergibt der Rohertrag eines Artikels seine Handelsspanne. Summiert man alle artikelbezogenen Roherträge so erhält man den Warenrohgewinn.

Dabei werden Roherträge genutzt als Planungsgröße in Form der Sollspanne für sortimentspolitische Entscheidungen.

Es kann jedoch zu einer Erhöhung der Wareneinstandspreise kommen als Folge von höheren Kosten der Wareneingangskontrolle, einer Nichtausnutzung eines Skontos bei Liquiditätsgesichtspunkten, durch ein Nichteinhalten von Boni bei verfehlten Jahreszielvereinbarungen etc.

Auch kann es passieren, dass geplante Verkaufspreise nicht erreicht werden aufgrund von gewährten Rabatten, Preisreduzierungen, bei Warenbeschädigung, Warenverder, Ausnutzung von Skonten durch Kunden.

Ebenso können Handlungskosten nicht berücksichtigt worden sein.

Weiterhin kann es zu einer Unverkäuflichkeit von Waren, dem Diebstahl von Waren, geringeren Zahlungseingänge als geplant, ausfallenden Zahlungseingängen oder verschobenen Zahlungseingängen kommen die die Bestimmung des Rohertrages erschweren.

Handlungskosten

Handlungskosten

Im Handelsbetrieb versteht man unter Handelskosten den Werteverzehr der erforderlich ist für die Erbringung von handelsbetrieblichen Leistungen.

Dabei setzen sich die Handlungskosten zusammen aus:

  1. Den Warenkosten, den Kosten für die Ware inklusive aller Preiskorrekturen und den direkt zu gerechneten Bezugsnebenkosten.
  2. Den Handlungskosten, die übrigen Kosten der handelsbetrieblichen Tätigkeit. Wie beispielsweise Miete, Raumkosten, Personalkosten, Verpackungskosten, Zinsen, Verwaltungskosten, Abschreibungen, Steuern wie Gewerbesteuer, Unternehmerlohn, Zinsen für Eigenkapital sowie der Mietwert für Nutzung eigener Gebäude, Kosten für KFZ, selbsterstellte Leistungen wie Installationen, Reparaturen etc.

Im Industriebetrieb versteht man unter den Handlungskosten die Beträge für Vertriebsgemeinkosten wie Vertriebskosten und Verwaltungskosten sowie Verwaltungskosten.

Pigou-Steuer

Pigou-Steuer

Bei der Pigou-Steuer handelt es sich um eine erhobene Umweltabgabe die pro Schadstoffeinheit erhoben wird und der Internationalisierung externer Effekte dient. Dabei liegt die Höhe dieser Steuer im Schnittpunkt von Grenznutzen und Grenzkosten der Schadstoffvermeidung.

So sollten nach Pigou (1920) die einzelwirtschaftlichen Kosten mit den volkswirtschaftlichen Kosten in Deckung gebracht werden in dem die Verursacher von negativen externen Effekten besteuert werden.

Der Steuersatz liegt bei dem pareto-optimalen Zustand von den veranschlagten marginalen externen Kosten und so genau im Schnittpunkt von Grenznutzen und Grenzkosten.

Jedoch ist aufgrund der bei der ökonomischen Bewertung von externen Effekten enstehenden Problemen der Informationen eine vollständige Umsetzung der Pigou-Steuer fast unmöglich. Man nutzt jedoch das Konzept der Pigou-Steuer zur Erstellung von Besteuerungsvarianten die praxisnäher sind. So beispielsweise bei der Emissionsteuer in Form des Preis-Standard-Ansatzes. Auch die Ökosteuer folgt den Grundideen dieser Steuer.

Plankostenrechnnug

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Plankostenrechnung

Die Plankostenrechnung ist ein Teil des internen Rechnungswesens von Banken. Durch die Plankostenrechnung ist es möglich die Wirtschaftlichkeit des Arbeitens und die Selbstkosten von Bankabteilungen und Bankleistungsarten in Form von Standardkosten und Plankosten zu kalkulieren. So werden bestimmte Sollkosten vorgegeben.

Abweichungen von den geplanten und den tatsächlichen Ist-Kosten werden in einer Abweichungsanalyse ermittelt und so die entsprechenden Korrekturmassnahmen eingeleitet.

Für die Rechnung muss es eine Aufteilung der Bank in Kostenstellen geben welche möglichst tief und gegliedert werden und dabei eine entsprechend guten Bezugsgrößenentwicklung zur jeweiligen Leistungserbringung zu geordnet werden.

Die Einteilung ist bei Banken schwierig. Man unterscheidet zwischen einer starren und einer flexiblen Plankostenrechnung.

Bei der Plankostenrechnung werden die Kosten für geplante Mengen und Preise angewendet.

Es können 3 Arten unterschieden werden:

Eine starre Plankostenrechnung

  1. Eine starre Plankostenrechnung
  2. Eine flexible Plankostenrechnung auf einer Vollkostenbasis
  3. Eine flexible Plankostenrechnung auf Teilkostenbasis

Solidarität

Solidarität

Mit dem Begriff Solidarität beschreibt man in der Wirtschaftssoziologie das Zusammengehörigkeitsgefühl von Teilen in einem sozialen Ganzen, die zusammen eine Einheit bilden.

Die Solidarität umschreibt die Vorbedingungen und Resultate die sich aus einer gemeinsamen Arbeiterbewegung und gemachten Kampferfahrungen ergeben.

So ergibt sich ein Bewusstsein von gleichen Interessen und Klassenlage sowie die Bereitschaft diese mit gegenseitiger Unterstützung kollektiv politisch durchzusetzen.

Die Solidarität beschreibt die gemeinsamen Interessen der Arbeiter in ihrem gesellschaftlichen Produktionsprozess.

In der anarchistischen Revoltierungsauffassung hat die Solidarität eine wichtige Bedeutung, nur durch den Zusammenschluss mit anderen Menschen kann eine einzelne Aktion gegen den Staat Erfolg bringen. Es geht vielmehr um ein spontanes Mitgefühl als um eine rationale Einsicht.

Sie dient der Entfaltung und Entwicklung der Menschheit in dem bewusst vom Kampf um das Dasein abgehoben wird.

Im Anarchismus Naturgesetz bezeichnet die natürliche Solidarität die Maxime, dass sich ego dem alter gegenüber so verhalten soll, wie ego es erwartet in ähnlichen Situationen vom alter behandelt zu werden.

Sammelbewertung

Sammelbewertung

Die Sammelbewertung beschreibt in der Bilanzierung eine Bewertung von gleichartigen Vorräten.
Dabei müssen die Vorräte mit Durchschnittspreisen nach der Durchschnittsmethode oder nach Verbrauchsfolgefiktionen bewertet werden.

Nur wenn die Verbrauchsfolgefiktionen nicht im Widerspruch zur Realität stehen werden sie angewendet.

Abhängig vom Zeitpunkt des Lagerzugangs der Vorräte wird unterschieden zwischen Verbrauchsfolgefiktionen FIFO (first in – first out) und LIFO (last in – first aus). Also zuletzt eingegangen geht zuerst raus bzw. zuletzt eingegangen geht als erstes raus.

Außerdem wird nach der Höhe des Beschaffungsentgeltes unterschieden zwischen HIFO (highest in – first out) und LOFO (lowest in – first aus). So gehen die höchsten bzw. die geringsten als erstes heraus.

Limitrechnung

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Limitrechnung

Die Limitrechnung bezeichnet eine Methode für eine kurzfristige Planung, Steuerung und Kontrolle bezüglich der Lagerung, Beschaffenheit und dem Absatz von Handelware. Ziel ist es dein Einkauf und Verkauf wirtschaftlich abzustimmen im Sinne von Sortimentskontrolle und Handelscontrolling.

Durch die Limitrechnung kann so eine vollständige ertragsotientierte Warenpräsenz erreicht werden und kostenintensive und kapitalbindende Überlagerung vermieden werden.

Sie hilft auch dabei das finanzielle Gleichgewicht im Unternehmen zu sichern. So können Einkaufsbudgets für die Dispositionen des Einkäufers vergeben werden, die abhängig von der Absatzplanung und der Unternehmensplanung limitiert sind.

Für die Planung des Limits nutzt man den Soll-Umsatz der die Basis für den Lagerumschlag als Regulativ bildet sowie die geplante Handelsspanne, den effektiven Warenbestand und das Plandurchschnittslager.

Weitere Begriffe der Limitrechnung

Aus der Differenz des geplanten Wareneinsatzes und den Veränderungen der Lagerbestände sowie den erteilten aber noch nicht ausgelieferten Aufträgen ergibt sich das Periodenlimit.

Das freie Limit ergibt sich nach dem Abzug einer Limitreserve welche mögliche Planabweichungen auffangen soll. Dieses freie Limit ist das für den Einkäufer verfügbare Einkaufsbudget.

Bei der Methodik unterscheidet man zwischen dem Höchstlagerverfahren und dem Durchschnittslagerverfahren welches ich vor allem bei der Berechnung der Lagerbestandswerte unterscheiden.

Für die Limitrechnung gilt, dass sie nicht verhindern kann, dass falsche Artikel eingekauft werden welche keinen Absatz erzielen. Es kann dabei sogar zu einem kumulativen Prozess kommen, weil die Limits an die Umsätze geknüpft sind. Dieses bedeutet, dass je weniger umgesetzt wird auch das Limit entsprechen geringe ausfällt und je geringer das Limit ist entsprechen gering auch die Lagerhaltung ausfällt und somit die Verkaufsbereitschaft sinkt und entsprechend die Umsätze.

Daher sollte man zwischen lebenden und toten Lagerbeständen unterscheiden und das Lager jeweils zum Saisonschluß von saisonal abhängiger Ware und Ladenhütern befreien. So könne neue aktuelle Limits für neue Waren gesetzt werden.

Die Fehlverkaufsstatistik stellt ebenfalls eine Ergänzung zur Limitrechnung dar. In ihr wird festgehalten wie häufig Kunden Waren nachfragen die sich nicht im Sortiment („Null-Verkauf“) oder am Lager („Fehlverkauf“) befinden.

Abwertung

Abwertung

Unter der Abwertung, Devalvation, versteht man die Verminderung des Außenwertes, des Wechselkurses einer Währung im internationalen Zahlungs- und Handelsverkehr.

Dabei erfolgt die Abwertung in einem System von festen Wechselkursen durch den Beschluss der zuständigen Behörde wie beispielsweise der Bundesregierung in Deutschland.

Bei freien Wechselkursen ergibt sich ein Abwertungsefffekt sobald die Währung eines Landes weniger starkt angeboten als nachgefragt wird.

Durch die Abwertung werden die Ausfuhren billiger und die Einfuhren in das Land teurer.

Eine Abwertung kann so ein Mittel sein um die Handelsbilanz und Dienstleistungsbilanz, Zahlungsbilanz zu aktivieren.

Das Gegenteilt zur Abwertung ist die Aufwertung.

Man unterscheidet die nominelle von der realen Abwertung. Dabei ist die reale Abwertung um die Rate der Geldwertentwicklung, der Inflationsrate von den beteiligten Ländern und Währungen bereinigt.

Durch die Senkung des Außenwertes der Inlandswährung oder die Erhöhung des Devisenkurses kommt es bei der Abwertung zu einer Änderung des Wechselkurses.

Bei einem System von frei schwankenden Wechselkursen, Floating, kommt es zu einer Abwertung, wenn Ausländer an der Devisenbörse mehr für die jeweilige Währung bieten. Bei einem System fester Wechselkurse kommt es durch Änderungen des Staates zu Änderungen des Wechselkurses. Die Abwertung bedingt so eine Verbilligung was die Exporte des Abwertungslandes steigert und die Importe verteuerte und vermindert.

Durch die Abwertung kann so ein Wettbewerbsvorteil erreicht werden auf dem Weltmarkt und zu einem Abbau von Zahlungsbilanzdefiziten führen.

Organisation ad personam

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Organisation ad personam

Der Begriff „organisation ad personam“ beschreibt eine personelle Betriebsorganisation.

So kommt es häufig durch das Ausscheiden von wichtigen Handlungsträgern in einem Unternehmen zu Folgeproblemen bzw. Kosten in der Reorganisation.

Es handelt sich um eine Abgrenzung der Kompetenzen als Kompetenzabgrenzung innerhalb der Organisationsgestaltung. Diese erfolgt nach Präferenzen, Eignungen oder den Vorstellungen von Handlungsträgern die eine Machtstellung oder auch eine ausgeprägte Persönlichkeit im Unternehmen haben, wie beispielsweise Eigentümer-Unternehmer.

Reorganisation

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Reorganisation

Reorganisation auf Englisch „Change Management“ beschreibt die Änderung von einer bestehenden Organisationsstruktur. Somit ist die Reorganisation ein Teilgebiet der Organisationsgestaltung.

So können personelle Veränderungen durch ein Ausscheiden oder Eintreten von wichtigen Handlungsträgern (organisation ad personam) oder Verschiebungen in der Umwelt sowie im Produktionsprogramm des Unternehmens hervor gerufen werden.

Der Reogranisationsprozess wird durch die Organisationsmethodik unterstützt.

Man unterscheidet verschiedene Phasen der Reorganisation:

  • Die Erkennung eines Organisationsproblemes und eine entsprechende Erteilung eines Organisationsauftrages
  • Die Erhebung des Ist-Zustandes
  • Eine problemadäquate Konzeption des organisatorischen Gestaltungsprozesses
  • Die Bewertung und Generierung von organisatorischen Alternativen und eine darauf folgende Festlegung für die zukünftige Organisation als instrumentaler Organisationsbegriff
  • Die Einführung von möglichen organisatorischen Neuerungen

Goldene Bankregel

Goldene Bankregel

Die goldene Bankregel besagt, als Liquiditätspolitik für Banken, dass die Fristigkeit der Anlagen einer Bank der Fristigkeit ihrer Mittel zur Refinanzierung entsprechen sollte.

Nach der goldenen Finanzierungsregel soll kurzfristig aufgenommenes Geldkapital nur kurzfristig ausgeliehen werden und langfristige Einlagen können langfristig ausgeliehen werden.

Ertragsgesetz

Ertragsgesetz

Bei dem Ertragsgesetz handelt es sich um ein Gesetz von einem abnehmenden Grenzbetrag.

Man beschreibt einen produktionstechnischen Sachverhalt welcher bei einer partiellen Faktorvariation auftritt.

Das Ertragsgesetz wurde im Ursprung für landwirtschaftliche Produktionsprozesse formuliert, als Bodenertragsgesetz. Hierbei nimmt man den Boden als fixen Faktor und die Arbeitsleistung als variablen Faktor an. Es wird eine Produktionsfunktion mit begrenzt substituionalen Produktionsfaktoren vorausgesetzt.

Bei der Gültigkeit des Ertragsgesetzes nimmt die Gesamtbetrag bei einer Erhöhung des Arbeitseinsatzes zunächst überproportional und anschließend unterproportional zu. Es kommt also zu positiven, aber abnehmenden Ertragserträgen.

Der absolute Ertrag geht abschließend zurück. Hierbei ist der Boden zunächst Überschussfaktor, dessen Aufnahmekapazität für Arbeitsleistungen mit einem ständig steigendem Arbeitseinsatz irgendwann erschöpft ist.

Der Zusammenhang wird auch durch den Verlauf des Grenzertrages und Durchschnittsertrages widergespiegelt. So wächst der Grenzertrag zunächst und erreicht ein Maximum bei Ao und nimmt dann ab. Für den Durchschnittsbetrag gilt dieses auch, er erreicht sein Maximum, wenn sich beide Kurven schneiden.

Die neoklassische Produktionsfunktion in der neoklassischen Produktionstheorie geht von Beginn an von positiven und abnehmenden Grenzerträgen aus.

Bargeldloser Zahlungsverkehr

Bargeldloser Zahlungsverkehr

Der bargeldlose Zahlungsverkehr bezeichnet die Abwicklung von Zahlung ohne die Verwendung von Bargeld. Also Konto zu Konto, Lastschrift, Überweisung, Buchgeldzahlung durch Verrrechnungsschecks, Das Konto wird mit dem Betrag des Zahlungspflichtigen belastet und dem Konto des Zahlungsempfängers gutgeschrieben.

Ein Verzicht auf eine Barzahlung ist, wenn einer der Beteiligten kein Konto besitzt nicht möglich.

Bargeldlose Zahlung ist ebenso eine Kartenzahlung, bei der die Transaktionsbelege vom Kartenakzeptanten zur Gutschrift des Rechnungsbetrages bei der Kartenorganisation eingereicht werden. Diese Form der Zahlung nimmt stetig zu.

Durch den elektronischen Zahlungsverkehr wird zwischen den Kreditinstituten beim bargeldlosen Zahlungsverkehr vorwiegend beleglos abgewickelt.

Ebenso können Bankkunden, wie beim Homebanking, die Zahlungsaufträge beleglos einreichen.

Kapitalmarkt

Kapitalmarkt

Als Kapitalmarkt verseht man im engeren Sinne den Sammelbegriff für das Angebot und die Nachfrage von Wertpapieren.

Im weiteren Sinne ist der Kapitalmarkt jede Art von mittelfristig und langfristig zur Verfügung stehenden Geldmitteln.

So ist der Kapitalmarkt der Teilmarkt des Finanzmarktes auf dem eine langfristige Anlage von Kapital erfolgt, sowie der Handel mit Wertpapieren und ein Aufeinandertreffen von Angebot und Nachfrage. So wird unterschieden zwischen dem organisierten Kapitalmarkt der Banken und Börsen und dem nichtorganisierten Kapitalmarkt der ohne eine Mitwirkung von Banken und Börsen abläuft wie beispielsweise durch private Vermittler, Geldverleiher etc.

Dabei ist der organisierte Kapitalmarkt ein Teil des Kapitalmarktes, insbesondere des Aktien- und Rentenmarktes, die Emissionsmärkte für börsengängige Wertpapiere und in kleinem Umfang der Markt für Schuldscheindarlehen.

Somit bildet der Kapitalmarkt das Gegenstück zum Geldmarkt auf dem Finanzmittel nur kurzfristig gehandelt werden.

Es gibt langfristige Kredite (Anleihen) und Beteiligungen wie Aktien und Anteile auf dem Kapitalmarkt. Die Emittenten der Emission von Wertpapieren erhalten langfristig Finanzierungsmittel auf dem Kapitalmarkt und den Kapitalgebern wird ein jederzeitiger Verkauf der Papiere ermöglicht.

Die Bundesbank betreibt seit 1967 Offenmarktpolitik auf dem Kapitalmarkt, jedoch nur mit Effekten der öffentlichen Hand, um die Geldversorgung des Bankensystems und der Volkswirtschaft zu steuern. Sie betreibt auch im Auftrag der öffentlichen Haushalte Kurspflege.

Durch den Zentralen Kapitalmarktausschuß erfolgt eine Koordination der Emissionen.

Die Zinsentwicklung auf dem Geldmarkt beeinflusst die Effektivverzinsung, den effektiven Zins der Kaptialmarktpapiere.

Der Kapitalmarkt ist gegliedert in den Primärmarkt, der Erstausgabe der Kapitalmarktpapiere und den Sekundärmarkt auf welchem die Effekten über die Börse gehandelt werden.

Der institutionalisierte Markt umfasst Teilmärkte mit amtlichem Handel, geregelten Markt und Freiverkehr.

Außerdem gibt es den Handel mit Investmentzertifikaten. Dabei unterteilt man den Effektenmarkt in den Rentenmarkt mit festverzinslichen Effekten und den Aktienmarkt und den Hypothekenmarkt.

Abschreibung nach Eigennutzung

Abschreibung nach Eigennutzung

Der Steuerpflichtige kann nach dem Ende einer steuerlich nicht relevanten Eigennutzung und anschließender Vermietung eines Objektes eine lineare Abschreibung der Gebäudekosten vornehmen. Dieses wird als Abschreibung nach Eigennutzen bezeichnet.

Es erfolgt in der Regel eine Kaufpreisaufteilung nach Grund und Boden beziehungsweise nach Gebäudekosten. Man wendet hierbei die Normalherstellungskosten (NHK) 1995/2000 als Grundlage für die Ermittlung des Gebäudewertes an.

Ohne ein Wertgutachten bzw. detaillierte Angaben ist der Ansatz nach NHK nicht möglich und dann stattdessen von den Finanzbehörden typisierte Herstellungskosten angesetzt.

Bis zum 31.12.1986 war eine Inanspruchnahme der Sonderabschreibungen nach § 7b für eigengenutzte Immobilien möglich. So konnten Restwertabschreibungen angewendet werden bei einer abschließenden oder zwischenzeitlichen Fremdvermietung. Eine Übergangsregelung bestand bis zum Steuerjahr 1998 für Einfamilienhäuser mit Einliegerwohnung.

Von 1987 bis 1995 konnte der Eigennutzer die Grundförderung nach § 10e EStG geltend machen. Die Grundvoraussetzung war die Eigennutzung. Bei späterer Fremdvermietung gilt ab diesem Zeitpunkt die Abschreibung die möglich gewesen wäre wenn das Eigenheim oder die Eigentumswohnung von Anfang an vermietet worden wäre. Also eine degressive Abschreibung von Neubauten oder im Jahr der Fertigstellung gekaufter Objekte bzw. lineare Abschreibung bei gebrauchten Objekten. Die Bemessungsgrundlage für die Abschreibung sind Herstellungs- und Anschaffungskosten ohne 50 % der einbezogenen Grundstücksanteilswerte bei einer Grundföderung, verringert um die Beträge die in der Zeit für die Eigennutzung abgeschrieben wären.

Von 1996 bis 2005 gab es eine öffentliche Förderung für eigengenutzte Objekte in Form einer Eigenheimzulage. Es findet hier keine Abschreibung der selbstgenutzten Immobilie statt. Werden also nach dem Selbstnutzungszeitraum Einkünfte aus Vermietung oder Verpachtung erzielt werden diese vom Eigentümer deklariert und man kann die Gebäudeherstellungskosten linear abschreiben. Nach dem Zulagenchrakter der Eigenheimzulage wird die Bemessungsgrundlage nicht um fiktive Abschreibungsbeträge für die abgelaufenen Jahre der Eigennutzung reduziert. Für mögliche künftige Abschreibungsmöglichkeiten ist bei einer eigenen Nutzung sinnvoll von Beginn an die Kosten für Gebäude sowie von Grund und Boden zu trennen und zu dokumentieren. Sie hat für die Eigenheimzulage oder die Grundförderung keine Bedeutung, kann aber bei einer späteren anderen Nutzungsart wie der Fremdvermietung dabei helfen den Nachweis für die Bemessungsgrundlage zu erbringen.

Eigengenutzte Objekte seit 2006 erhalten keine staatliche Förderung. Für sie gilt weiterhin ab dem Zeitpunkt für eine anderweitige Nutzung wie Fremdvermietung, dass eine Gebäudeaschreibung möglich ist. Daher sollte man die Gebäudeherstellungskosten genau festhalten mit Rechnung und Verträgen damit dieses später nach Jahren gut nachvollziehbar sind. Auch die Aufteilung von den Kaufpreisen nach nicht abzugsfähigem Grundstücksanteil ist wichtig. Bei einer Fremdvermietung kann die lineare Abschreibung der Herstellungs- und Gebäudekosten so für die restliche Nutzungsdauer vorgenommen werden.

Kreativität

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Kreativität

Mit Kreativität wird die Fähigkeit eines Individuums oder einer Gruppe bezeichnet in einer gestaltenden und phantasievollen Weise zu handeln und zu denken.

Dabei werden bestimmte Bedingungen für die Kreativität gesetzt, die auch mit den vier Ps bezeichnet werden:

  1. person als Person
  2. process als Prozess
  3. product als Produkt
  4. und press als Umwelt

Dabei wird die Kreativität einer Person durch Eigenschaften gefördert wie Offenheit für Erfahrung, hohe kognitive Fähigkeiten und Verantwortunsgefühl.

Der eigentliche Kreativitätsprozess folgt in der Regeln einer typischen Abfolge von dem Erkennen von Problemen als Problemidentifikation, gefolgt von der Vorbereitungsphase in der die benötigten Informationen gesammelt werden. In der Generierungsphase werden die möglichen Lösungen für die gestellten Probleme gefunden. Die Beurteilungsphase analysiert die gefundenen Lösungen.

Für die Lösung der gestellten Aufgaben werden verschiedene Techniken eingesetzt, wie beispielsweise ein Brainwriting in der Vorbereitungsphase.

Besonders kennzeichnend für kreative Produkte ist, dass sie sowohl neu und angemessen sind bzw. wertvoll oder nützlich für die Lösung eines Problemes.

Die kreativitsfördernden Umweltaspekte können das Teamklima sein oder auch eine gute Beziehung zwischen der Führungskraft und den Geführten.

Zahlungsmittel

Zahlungsmittel

Unter Zahlungsmittel versteht man alle im Zahlungsverkehr verwendbaren Geldzeichen wie Banknoten oder Münzen.

Auch geldgleiche Forderungsrechte zählen als Zahlungsmittel wie beispielsweise Schecks und Wechsel.

So sind Geld und geldähnliche Forderungen und Güter welche im Tausch gegen anderen Güter akzeptiert werden.

In der Bundesrepublik sind gesetzliche Zahlungsmittel wie Banknoten und Scheidemünzen Zahlungsmittel. Nach dem Gesetz sind sie Schuldentilgungsmittel.

Ebenso wird Buchgeld als Schuldentilgungsmittel akzeptiert und hat somit eine Zahlungsfunktion.