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Kapazität

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Kapazität

Mit dem Begriff Kapazität ist das Leistungspotenzial einer Bank zur Erstellung von Bankleistungen in einer Periode gemeint. Man versteht unter dem Kapazitätsausnutzungsgrad das Verhältnis zwischen tatsächlich beanspruchter Kapazität und möglicher Kapazitätsauslastung. Man misst den möglichen Output wie Dienstleistungen sowie den erforderlichen Umfang von externen und internen Leistungen, die Kapazität bestimmt so die Obergrenze der Leistungsmöglichkeit.

Allgemein versteht man unter der Kapazität das Leistungspotential eines Unternehmens, einer Bank, eines Betriebsmittels, einer Volkswirtschaft, eine Kapitalstocks in einer Zeitperiode. Es wird zwischen einer technischen und einer Optimal-Kapazität unterschieden. Dabei ist die Optimal-Kapazität die unter einem wirtschaftlichen Aspekt mit dem günstigsten Wirkungsgrad arbeitet. Die Maximal-Kapazität beschreibt die technisch möglichste höchste Kapazität. Sie hängt von den Produktionsmitteln ab, genau wie die Mindestkapazität. Die durchschnittliche Auslastung der Kapazität der Betriebsmittel muss nahe an der Optimal-Kapazität sein für die optimale Kapazität.

Man unterscheidet weiterhin eine quantitative und qualitative Kapazität. Auch kann das gesamtwirtschaftliche Produktionspotential betrachtet werden in einer Wirtschaft bestehend aus verschiedenen wirtschaftlichen Sektoren.

Bewertung

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Bewertung

Eine Bewertung, auf Englisch „valuation“ ordnet Geldwerte zu Vermögensgegenstädnen zu. So werden einzelne Posten des Vermögens und Kapitals in der Handelsbilanz in Geldwwerten ausgedrückt und bilanziert. Man nimmt Bewertungen auch in der Kostenrechnung Steuerbilanz vor. Abhängig von der Betrachtungsweise ergeben sich verschiedene Wertbegriffe. Man stellt nach den Bewertungsvorschriften des Handelsrechtes den Schutz von Gläubigern in den Vordergrund.

Man erlaubt keine willkürliche Unterbewertung von Vermögensgegenständen bzw. Überbewertungen von Schulden. In der Kostenrechnung, der Kalkulation, bei der Ermittlung des Gewinnes in der Handelsbilanz sowie der Bewertung von Vermögen und Schulden in der Steuerbilanz am Bilanzstichtag spielt die Bewertung eine große Rolle.

Ein Gut kann einen unterschiedlichen Wert haben, abhängig davon ob es in der Kostenrechnung, der Steuerbilanz, der Handelsbilanz oder der Liquidationsbilanz erscheint. So kann ein Gut nach dem Wert bei der Anschaffung als Anschaffungswert an einem Wert in der Vergangenheit orientiert sein oder nach der Abnutzung im zeitlichen Verlauf durch Abschreibungen. Das Anschaffungsprinzip geht nach dem Grundsatz der nominalen Geldkapitalerhaltung.

Umsatzsteuer

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Umsatzsteuer

Die Umsatzsteuer ist neben der Lohnsteuer die wichtigste Einnahmequelle der öffentlichen Hand. Man reicht diese Form der Steuer durch alle Stufen der Herstellung und belastet den Endverbraucher in Form einer Verbrauchsteuer wie der Mehrwertsteuer.

Typisch für die Umsatzsteuer ist das sie eine indirekte Steuer ist sowie eine Verkehrssteuer. Man spricht von einer indirekten Steuer da der Steuerschuldner und Steuerträger auseinander fallen. Der Unternehmer muss nämlich die eingenommene Steuer an die Finanzverwaltung abführen und der Verbraucher sie durch die Zahlung des Bruttopreises bezahlen. Sie ist eine Verkehrssteuer da sie an alle Vorgänge im wirtschaftlichen Verkehr geknüpft ist, nicht nur für körperliche Gegenstände, sondern auch für Dienstleistungen.

Die Umsatzsteuer knüpft an den Konsum im Sinne der volkswirtschaftlichen Einkommensverwendungsgleichung an nach Y = C + S, wobei Y die Ertragssteuern (Körperschafts-, Einkommens- und Gewerbesteuer) stehen und rechts der Konsum in Form von Verkehrssteuern (Umsatz- sowie Grunderwerbsteuer) und in Form von Verbrauchssteuern wie für Tabak, Brandwein, Mineralöl, Bier, Kaffee etc, nur das Sparen selbst (S) bleibt nach der Aussetzung der Vermögenserhebung ohne Steuerzugriff. Die Umsatzseuer ist in Deutschland eine Allphasen-Nettoumsatzsteuer mit Vorsteuerabzug. Sie wird auf alle Phasen des volkswirtschaftlichen Produkionsprozesses erhoben. Sowohl in der Urproduktion, in klassischen Unternehmensformen und auch in den Handelsstufen wie Einzelhandel und Grosshandel.

Leverage-Effekt

Leverage-Effekt

Der Leverage-Effekt beschreibt die Hebelwirkung der Kapitalstruktur oder auch die Hebelwirkung des Verschuldungsgrades und Fremdkapitals. Es kommt zur Änderung der erwarteten Eigenkapitalrendite aufgrund der Substituion von Eigen- und Fremdkapital.

Dabei gilt die Formel re = rg + (rg – i) * FK/EK mit rg als erwartete Rendite bei eingesetztem Gesamtkapital, re als erwartete Rendite auf das gesamte Eigenkapital, i als Fremdkaptialzinssatz, FK als Fremdkaptial und EK als Eigenkapital.

Ist dabei die erwartete Gesamtkapitalrendite höher als der Fremdkapitalzinssatz i und sind beide unabhängig von der Kapitalstruktur und dem Verschuldungsgrad so steigt die zu erwartende Eigenkapitalrenite linear mit dem Verschuldungsgrad an. Man erhält eine zu erwartende höhere Eigenkapitalrendite je höher der Verschuldungsgrad ist. Andersherum gilt, wenn die zu erwartende Gesamtkapitalrendite unter dem Fremdkapitalzinssatz liegt so sinkt die zu erwartende Eigenkapitalrendite linear mit dem Verschuldungsgrad.

Marktaustrittsbarrieren

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Marktaustrittsbarrieren

Marktaustrittsbarrieren sind exogene Faktoren welche einen Einfluss auf die Entwicklung eines Unternehmens haben. Dazu gehören neue gesetzliche Entwicklungen, konjunkturelle Entwicklung, Außenwert der Währung, Inflationswirkungen etc. Es handelt sich um (Kosten-)Nachteile die bei einem Marktaustritt auftreten.

So können zum Beispiel gekaufte Produktionsanlagen nur mit Verlust veräußert werden, es kommt zu hohen Kosten bei der Liquidation des Unternehmens etc. Es müssen Abfindungen gezahlt werden, Vertragstrafen usw. Ebenso kann es zu Imageverlust kommen auch mit kreuzweiser Wirkung (cross-impacts) auf andere Produkte des Unternehmens.

Müssen Teile der Produktion aufgeben so verliert man an Image bei Kunden, Kaptialgebern, Lieferanten, Absatzmittlern etc.

Bilanz

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Bilanz

Die Bilanz ist im Grundsatz der Abschluss des Rechnungswesens eines Unternehmens für einen bestimmten Zeitpunkt, den Bilanzstichtag in Form einer Gegenüberstellung von Vermögen und Kapital. Das Vermögen (Aktiva) zeigt die konkrete Verwendung von eingesetzten finanziellen Mitteln auf. Das Kapital (Passiva) sind die Ansprüche der Gläubiger (Fremdkapital) und der Unternehmer in Form von Eigenkapital als Saldo zwischen Vermögen und Fremdkapital. Kapital und Vermögen sind dieselbe Wertgesamtheit die in der Bilanzgleichung Aktiva = Passiva zum Ausdruck kommt. Es handelt sich nur um eine rechnerische, keine materielle Zuordnung von Kapitalenanteilen und Vermögen nach der goldenen Bilanzregel. Man achtet beim Erstellen von Bilanzen auf 3 Aufgaben:

  1. Die Bewertung von Fremdkapital und Vermögen
  2. Die inhaltliche Bestimmung von Kapital und Vermögen nach dem Grund (Aktivierung, Passivierung)
  3. Die Gliederung/Ausweis von Vermögen und Kapital in Form von Konten mit Soll als Aktiva und Haben als Passiva in der Bilanzgliederung

Man unterscheidet Bilanzierungsanlässe die regelmäßig auftreten wie Jahresabschluss, Steuerbilanz, den Bilanzierungszeitraum mit Totalbilanz zum Stichtag der Ender der Lebensdauer, Partialbilanzen zum Zeitpunkt während der Lebensdauer wie die Jahresbilanz am letzten Tag des Geschäftsjahres, zeitlich Bilanzdimensionen wie Istbilanzen mit gegenwärtigen oder vergangenem Stichtag sowie Planbilanzen mit zukünftigen Stichtagen. Es kann das gesamte vermögen bilanziert werden oder nur ein Teil ohne Firmenwert. Es gibt Sonderbilanzen die nur einmalig auftreten wie eine Gründungsbilanz, Umwandlungsbilanz, Sanierungsbilanz, Abwicklungsbilanz etc.

Der Empfängerkreis kann bei einer internen Bilanz als Kontroll- und Planungsinstrument verwendet werden oder bei einer externen Bilanz für Außenstehende wie Gläubiger, Aktionäre oder Finanzamt etc.

Im Altertum gab es Handelsbücher und die einfache moderne Buchführung seit dem 14. bis 15. Jahrhundert. Die doppelte Buchführung entstand Ende des 15. Jahrhunderts in Deutschland, ausgehend von Italien. Hier entstanden auch die ersten Abschlüsse, aber ohne regelmäßige Zeitfolge und einheitliche Abschlussregeln.

Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk

Der Bestätigungsvermerk ist nach einer ordnungsgemäßen Prüfung das abschließende gegebene Gesamturteil. Durch den Bestätigungsvermerk bestätigt der Abschlussprüfer, dass der Jahresabschluss der Buchführung den gesetzlichen Vorschriften entspricht und durch den Lagebericht des Unternehmens keine falschen Vorstellungen über das Unternehmen erweckt werden. Sind die Bedingungen für diesen Vermerkt nicht erfüllt so kann er versagt werden. Bei einer GmbH wird er seit 1987 erteilt ab bestimmter Größe des Unternehmens.

Im Wortlaut zwingend vorgeschrieben ist: „Die Buchführung, der Jahresabschluss und der Geschäftsbericht entsprechen nach meiner (unserer) pflichtmäßigen Prüfung Gesetz und Satzung“.

Der Jahresabschluss ist ohne den Bestätigungsvermerk ungültig. Es handelt sich bei ihm um ein Formaltestat aus dem keine Rechtsfolgen abgeleitet werden können. Man kann ihn auch bei einer drohenden Insolvenz nicht verweigern, wenn der Jahresabschluss korrekt ist.

Verlustausgleich

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Verlustausgleich

Der Verlustausgleich ist eine buchungsmäßige Abdeckung von bei einer Bank eingetretenen Verlusten durch eine Verrechnung mit vorhandenen Rücklagen, Nominalkapital oder auch eventuellen neuen Kapitaleinlagen. Es kommt zur Verrechnung von Konzerngewinnen mit den Verlusten im Rahmen eines Organschaftsverhältnisses wie es bei Banken häufig gegeben ist.

Im Englischen spricht man auch von „loss set – off“ Sie ergibt sich nach der Ermittlung der Einkünfte der 7 Einkuftsarten durch ihre Addition in der Summe der Einkünfte. Einkünfte sind dabei nicht nur positive, sondern auch negative Einkünfte. Man kann im Veranlagungszeitraum negative Einkünfte die nicht einem Verlustausgleichsverbot unterliegen mit den positiven Einkunftsarten des gleichen Veranlagungszeitraums ausglichen werden.

Es wird unterschieden zwischen einem horizontalen Verlustausgleich und einem vertikalen Verlustausgleich. Interner, horizontaler Verlustausgleich innerhalb einer Einkuftsart ist die kleinste Besteuerungsgrundlage zur Saldierung von positiven und negativen Teileinkünften bei Berücksichtigung von Festbeträgen. Der externe, vertrikale Verlustausgleich nach der Vornahme eines internen Verlustausgleiches kann zur Bildung der Summe der Einkünfte aus den 7 Einkunftsarten ein Verlust bei einer oder mehrerer Einkunftsarten mit positiven Ergebnissen anderer Einkuftsarten desselben Veranlagungszeitrauems ausgeglichen werden.

Cash flow

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Cash flow

Der Begriff Cash flow stammt aus dem Englischen und steht für den Bargeldfluß. Es handelt sich hierbei um eine Kennzahl des Gewinnanteiles einer Periode welche zur (Selbst-)Finanzierung von Investitionen und Gewinnausschüttung angesetzt werden kann.

Man unterscheidet dabei:

  1. Den Cash flow in der Wirtschaflichkeitsrechnung des Unternehmens
  2. Es handelt sich um eine absolute Bilanzkennzahl in unterschiedlicher Formulierung die entweder eine Aussage über eigenwirtschaftliche Mittel macht oder über die Ertragskraft des Unternehmens ohne die bilanzpolitische Verschleierung der Gewinnentwicklung wie bei einer Gewinn- und Verlustrechnung beim ausgewiesenen Jahresgewinn.
  3. Sie dient als Rentabilitätskennzahl die über die Finanzkraft eines Unternehmens Aussagen macht, wie zum Beispiel in Beziehung zu den Erlösen gesetzt wird als Umsatzrentabilität
  4. Die kann bei der Kostenvergleichsrechnung den Einnahmeüberschuß der Einnahme pro Periode angeben. Man bezeichnet sie daher auch als Finanzierung.

Unternehmensverfassung

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Unternehmensverfassung

Die Unternehmensverfassung oder Unternehmensordnung steht für die Gesamtheit von rechtlich verbindlichen sowie freiwilligen Regelungen wie Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen etc. Man definiert Rechten und Pflichten analog zu modernen Staatsverfassungen. Die Unternehmensverfassung ist abhängig von der Rechtsform des Unternehmens.

Gerade für Aktiengesellschaften gibt es in Deutschland umfangreiche gesetzliche Regelungen. Man achtet auf Gruppen wie Arbeitnehmer, Gläubiger, Eigentümer etc. Laut Aktiengesetz ist beispielsweise eine Gewaltenteilung vorgesehen in Legislative (Hauptversammlung) Judikative (Aufsichtsrat) und Exekutive (Vorstand).

Auf Unternehmens ebene gibt es in größeren Aktiengesellschaften auch eine Mitbestimmung. Man achtet auf die Interessen der Stakeholder und nicht auf die alleinigen der Kapitaleigner mit dem Stakeholder-Ansatz anstelle des Shareholder-Ansatzes/Shareholder-Value. Gesetzliche Normen liegen vor im GG, im Betriebsverfassungsgesetz und Mitbestimmungsgestz. Vertragliche Vereinbarungen kommen zum Zuge durch Betriebsvereinbarungen, Gesellschaftsverträge, Tarifverträge usw.

 

Event-Marketing

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Event-Marketing

Event-Marketing ist ein Begriff aus der Unternehmenskommunikation. So ist das Event ein besonderes Ereignis welches als Plattform dient für eine erlebnisorientierte Präsentation und Kommunikation eines Produktes, einer Dienstleistung oder eines Unternehmens. Es kommt so zu einer Inszenierung von Ereignissen, aber auch zur Organisation, Planung und Kontrolle. Es sollen durch die Events auch physische und emotionale reize sowie Aktivierungsprozesse ausgelöst werden. Man hat auf den Events direkten Kontakt zu den Teilnehmern während eines zwangfreien Treffens.

Das Event-Marketing kann klassische Kommunikationstrumente wie Verkaufsförderung, Werbung und Public Relations ergänzen und unterstützen. Man definiert Ziele der Veranstaltung, Zielgruppen und Inhalte. Die Kommunikation kann unternehmensintern zu Mitarbeitern und extern zu Konsumenten und Marktpartnern erfolgen. Man kann Kontakte pflegen, die Bekanntheit erhöhen und stabilisieren, Sympathie und Image gewinnen, die Leistungsfähigkeit von Produkten und Unternehmen zeigen. Die Events können firmenintern (bei Kick-Offs zur Einführung neuer Produkte) und firmenextern (Road Shows, Kongresse, Sponsoring von Sportveranstaltungen etc.) sein.

Zur Inszenierung können Videospots, multimediale Präsentationen usw. genutzt werden. Eine professionelle Organisation der Events ist für ihren Erfolg erforderlich. Faktoren wie Besucherandrang und Presseresonanz können als Erfolgsindikatoren für Events genutzt werden. Auch Befragung der Besucher eignet sich hierfür. In der vorbereitende Phase kann man durch Öffentlichkeitsarbeit und Werbemaßnahmen den Erfolg der Veranstaltung fördern, ebenso wie das Erzeugen des Bedürfnisses von Zielgruppen bei Event dabei sein zu müssen.

Lernkurve

Lernkurve

Der Begriff Lernkurve beschreibt in der Wirtschaftssoziologie eine graphische, anschauliche Darstellung eines Lernvorganges. So stellt man das Verhältnis von Lernbemühungen, Durchgängen und Lernerfolg und die Anzahlt der Treffer etc. dar. Dabei ist nach Culler und Girden jede Lernkurve als ein Ausschnitt einer insgesamt S-förmigen Funktion zu sehen.

Betrachtet man einen derartigen Ausschnitt so ergibt sich eine positiv beschleunigte, fast lineare oder negativ beschleunigte Lernkurve. Mit keiner dieser Lernkurven wird aber der gesamte Lernverlauf dargestellt.

Erwerbsteuer

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Erwerbsteuer

Die Erwerbsteuer ist eine Steuer die auf innergemeinschaftlichen Erwerb von Gegenständen erhoben wird als Erwerbsbesteuerung. Es handelt sich hierbei um eine besondere Form der Umsatzsteuer die seit 1993 bei innergemeinschaftlichen Warenlieferungen an die Stelle der Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) getreten ist. Ansonsten wäre aufgrund des Wegfalles der Grenzkontrollen in der EU die Einfuhrumsatzsteuer in der EU nicht mehr praktikabel zu erheben gewesen.

Das Grundprinzip dabei ist, dass wenn der Käufer eines Gegenstandes zu einer Personengruppe gehört die nach Ansicht des Gesetzgebers zumutbar die Erfüllung von umsatzsteuerpflichten möglich ist, dieser anders als sonst bei den Prinzipien der Umsatzsteuer die Entrichtung der Umsatzsteuer übernehmen muss als innergemeinschaftlichen Erwerb. Im Gegenzug ist für den Verkäufer eine Befreiung von der Steuer vorgesehen. Dadurch soll die Umsatzsteuer in dem Bestimmungsland der Ware entrichtet werden. Zu den erwerbsteuerpflichtigen Personen gehören Unternehmer die der normalen Umsatzsteuerregelung unterliegen, Personen die eine Bagatellgrenze im Jahr überschreiten also steuerbefreite Kleinunternehmer, pauschal besteuerte Land- und Forstwirte, juristische Personen die nicht Unternehmer sind oder also solche handeln sowie Unternehmer deren Umsätze alle steuerfrei sind.

Unternehmer die Vorsteuerabzug berechtigt sind können die Erwerbsteuer im Voranmeldezeitraum ihrer Entrichtung als Vorsteuer abziehen.

Unternehmenskommunikation

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Unternehmenskommunikation

Die Unternehmenskommunikation oder im Englischen auch „corporate communications“ ist ein Teil der Unternehmensführung welche die Reputation, den Ruf des Unternehmens prägt durch das Wahrnehmungsmanagement.

Ist das oberste Ziel der Unternehmenskommunikation die Reputation so achtet man auf die Bereiche der Wahrnehmung die für die Stakeholder (Kunden, Mitarbeiter, Umweltgruppen, etc.) relevant sind, wie das Vertrauen mit einem erwartbaren Verhalten, die Glaubwürdigkeit die erwartet wird sowie die sich daraus ableitende Weiterempfehlungsbereitschaft, Kaufneigung, Kundenzufriedenheit usw. Wichtig ist auch das Verhaltensmanagement da gerade der Ruf des Unternehmens auch von Skandalen negativ geprägt werden kann die nicht zur geplanten Kommunikation gehören. Man unterscheidet geplante reproduzierbare und ungeplante Kommunikation bzw. Mischformen davon.

Stakeholder sind einzelne wie Großkunden oder Banken sowie auch Gruppen von Bürgerbewegungen, Markencommunity etc. die wiederum zu gruppendynamischen Prozessen führen können wie Begeisterung oder gar Widerstand. Weiche Faktoren sind solche die ursprüngliche im Fokus stehende Kommunikation des Unternehmens wie Eventkommunikation oder Medienarbeit erweitern, es kommt zu strategischen Aspekten im Verhalten zur Markenführung. Das ursprüngliche PR (Public-Relation) bestand aus 90 % handeln und 10 % reden.

Man unterscheidet externe Kommunikation und interne sowie klassische Public Realtions mit Pressearbeit und Eventkommunikation. Auch die Unternehmensidentität (Corporate Identitiy) nimmt Einfluss sowie das Verhalten als Corporate Behaviour. Man spricht auch von internem Markenmangement, dem internal branding. Man strebt Soll-Images an die das Ist-Image angepasst werden soll. Es können gezielt Zielgruppen angesprochen werden mit Händlerkommunikation, Mitarbeiterkommunikation, Kundenkommunikation, Investor Relations, Börsenkommunikation etc.

Zu bestimmten Anlässen kann auch Krisenkommunikation oder Change Communications angewendet werden.

Warentypologisierung

Warentypologisierung

Die Warentypologisierung ist eine Klassifikation nach Relations- und Eigenmerkmalen. Die Merkmale haften dabei der Ware selbst an und betreffen ihre physische Gestaltung und stoffliche Beschaffenheit als Eigenmerkmale. Auch achtet man auf die Merkmale welche sich aus dem Verhalten der Personen im Umgang mit der Ware ergeben als Relationsmerkmale.

Beispiele hierfür sind flüssige, gasförmige, nicht verderbliche, verderbliche Waren oder anonyme sowie markierte Waren oder frei kalkulierbare oder preisgebundene Waren, moderne sowie alteingeführte Waren, Waren des täglichen oder aperiodischen Bedarfs, Waren als erklärungsbedürftige oder problemlose Produkte.

Für das Handelsmarketing und die Handelsbetriebslehre ist das systematische Aufstellen eines Merkmalkatalogs die Grundvoraussetzung für die Nutzung der Warentypologisierung.

Handelswaren

Handelswaren

Handelswaren sind bewegliche Sachgüter welche weitestgehend unverändert weiterverkauft werden. Man bezieht Handelswaren daher in einem absatzfähigem Zustand und verkauft sie weiter ohne eine weitere Bearbeitung oder Verarbeitung oder wenn dann mit einem Aufschlag. Manipulationen in Form von verpacken, mischen, sortieren, markieren etc. gelten hierbei nicht als eine Bearbeitung oder Verarbeitung. Man kann sie nach verschiedenen Merkmalen der Warentypologisierung einteilen.

Greenwashing

Greenwashing

Unter Greenwashing versteht man den Versuch von Unternehmen ein grünes Image zu erlangen durch Marketing- und PR-Maßnahmen ohne dabei jedoch wirklich die entsprechenden Maßnahmen auch in der Wertschöpfung zu implementieren. Im Ursprung bezog sich der Begriff auf eine suggerierte Umweltfreundlichkeit. Heute nutzt man den Begriff auch für eine suggerierte Unternehmensverwantwortung.

Geometrisch-degressive Abschreibung

Geometrisch-degressive Abschreibung

Für die geometrisch-degressive Abschreibung ist typisch, dass sie die ersten Jahre der Nutzung stärker belastet als die darauf folgenden. Man schreibt jährlich immer den gleichen Prozentsatz vom entsprechenden Buchungswert ab. Jedes Jahr fallen jedoch die Abschreibungsbeträge bei einem gleich bleibenden Abschreibungssatz, dadurch wird der Restbuchungswert immer kleiner. So erreicht die geometrisch-degressive Abschreibung theoretisch nie den Restwert Null. In Deutschland ist es daher sinnvoll und steuerlich erlaubt von der geometrisch-degressive Abschreibung auf eine lineare Abschreibung zu wechseln.

CAPEX

CAPEX

CAPEX steht für die englische Abkürzung capital expenditures. Man spricht beim CAPEX oder auch CapEx von Investitionsausgaben für längerfristige Anlagegüter.

Dieses können beispielsweise Maschinen, Gebäude, aber auch die Erstausrüstung, Ersatzteile, Rechnersysteme etc. sein.

Damit ist der CAPEX ist ein wichtiger Kennwert der Bilanz. Durch die CAPEX-Kosten erhöhen sich auch die bilanzierten Aktiva, welche langfristig abgeschrieben werden.

Marketingziel

Marketingziel

Unter einem Marketingziel versteht man einen künftigen angestrebten Zustand den man durch Anwendung von Marketinginstrumenten erreichem möchte. Dabei müssen Marketingziele kompatibel sein zu den Unternehmensgrundsätzen, der Unternehmensposition und strategischen Unternehmenszielen. Ihnen fallen Funktionen der Kontrolle, Koordination und Bewertung im Marketing zu.

Sie sind ein Mittel zum Zweck und hierarchisch angeordnet. um nach Messvorschriften operationalisierbar zu sein.

Man unterscheidet 5 Zieldimensionen für die Zielpräzisierung:

  1. Der Bezug zu einem bestimmten Produkt oder eine Produktgruppe
  2. Bestimmung der Zielart und Zielgröße
  3. Ein Bezug zu einer bestimmten Planperiode
  4. Der Bestimmung des Zielausmases
  5. Dem Käufersegmentbezug

Ziele können ökonomische Art sein bezüglich Gewinn und Rentabilität oder auch von marktpsychologischer Natur, um mentale Prozesse beim Käufer zu erzielen oder die Markenbekanntheit zu steigern sowie die Kaufintensität, Käuferpenetration, Markenimage, Kundenzufriedenheit etc.