Zum Inhalt springen

Lean-Management (Diskussion)

  • von

Lean-Management (Diskussion)

Lean-Management (Diskussion) beschreibt ein schlankes Management. Die Wertschöpfungskette bei industriellen Gütern wird effizienter gestaltet. Optimierung der Methoden, Verfahrensweisen und Denkprinzipien.
Man betont eine schlanke Organisation und weniger die technische Ablauforganisation.
Die Aktivitäten der Wertschöpfungskette werden optimal aufeinander abgestimmt und überflüssige Tätigkeiten vermieden.

Man vermeidet Verschwendung (japanisch muda).

Das Toyota-Produktionssystem war hierbei ein weltweiter Vergleichsmaßstab.

Es steht die Frage im Mittelpunkt, ob etwas verbessert werden kann.

Funktionales Projektmanagement

Funktionales Projektmanagement

Funktionales Projektmanagement umfasst im klassischen Wasserfallmodell des Projektmanagements:

  • Qualitätsmanagement
  • Projektplanung
  • Projektcontrolling
  • Projektabwicklung-/realisierung
  • Projektdefinition
  • Projektdokumentation
  • Projektkontrolle

DIN 69901

DIN 69901

DIN 69901 ist eine DIN-Normenreihen, die sich in 5 Bereiche gliedert.

  1. DIN 69901-1 Grundlagen
  2. DIN 69901-2 Prozesse, Prozessmodell
  3. DIN 69901-3 Methoden
  4. DIN 69901-4 Daten, Datenmodell
  5. DIN 69901-5 Begriffe

Teil 1 und 2 gehen auf Begriffe wie Projekt, Projektwirtschaft und Projektmanagement ein.

Teil 3 regelt die Nomenklatur zur Projektgliederung, Netzplantechnik, Arbeitspaket und Projektstukturplan.

Teil 4 beschreibt Projektleiter, Projektleitung und Projektorganisation.

Teil 5 umfasst Projektphase und Berichte zum Projektabschluss sowie die Gliederung von Lasten- und Pflichtenheft.

Normblatt 1 beschreibt Projektmanagementsysteme. Dabei ist Projektmanagementsystem ein „System von Richtlinien, organisatorischen Strukturen, Prozessen und Methoden zur Planung, Überwachung und Steuerung von Projekten“.

Es werden die Ziele und Eigenschaften des Projektmanagementsystems beschrieben.

Teil 2 beschreibt 59 Projektmanagementprozesse. Sie gibt vor wie die Schnittstelle zwischen PM-System und Trägerorganisation gestaltet sein sollte. Es werden Regeln für die Projektmanagementprozesse aufgestellt, damit ein leistungsfähiges und widerspruchfreies PM-System gebildet werden kann.

Teil 3 Beschreibt die Methoden mit Soll-/Ist-Vergleichen, Projektsturkturierung, Meilensteintrendanalyse, Fertigstellungsgradermittlung, Projektvergleich etc.

Teil 4 dokumentiert Datenmodelle in UML-Diagrammen und Feldtabellen.

Teil 5 definiert 110 Begriffe des Projektmanagments.

Kalkulatorische Zinsen

  • von

Kalkulatorische Zinsen

Die kalkulatorischen Zinsen stellen eine Kostenart dar welche sich zum Teil aus Zusatzkosten und Anderskosten zusammensetzt.
Es handelt sich um in Vermögenswerte gebundenes Kapital, also betriebsnotwendiges Kapital welches zur Erfüllung des Betriebszweckes dient.

Zur Ermittlung der kalkulatorischen Zinsen wird das betriebsnotwendige Kapital herangezogen. Man setzt das Anlagevermögen an mit einer Auflösung von möglichen stillen Reserven in kalkulatorische Restwerte und Umlaufvermögen in kalkulatorische Mittelwerte.

Die ermittelte Vermögenssumme wird um das Abzugskapital verringert, also (zinsfreie) Lieferantenkredite.

Vorräte, Betriebsstoffe, Rohstoffe, Hilfsstoffe werden als Kostenart der Materialstellen, die Zinsen auf Sachanlagevermögen als Bestandteil der Anlagenkosten sowie die Vorräte von Fertig- und Halberzeugnissen als Kostenart der jeweiligen Lagerkostenstellen zu geordnet.

Dabei sind die kalkulatorischen Zinsen für Warenbestände und Materialbestände ein zentraler Bestandteil der Logistikkosten. Man kann sie jedoch nur erschwert einzelne Lagermengen zuordnen.

Man zieht das Eigenkapital mit ein, da durch dieses ein entgangener Nutzen für andere Mittel, also Opportunitätskosten enstehen. Ähnlich wie bei dem kalkulatorischen Unternehmerlohn.

Für die entscheidungsorientierte Kostenrechnung kann es durch diese Annahmen zu Problemen kommen bei der Kontrolle von Entscheidung und ihrer Fundierung, ähnlich wie bei anderen Zusatzkosten.

In der modernen wertorientierten Unternehmensführung, dem Weighted Average Cost of Capital (WACC) und Shareholder Value werden die Kosten für Eigenkapital mit berücksichtigt.

SMART

  • von

SMART

SMART steht als Abkürzung für Specific Measurable Accepted Realistic Timely. Man formuliert nach diesem Prinzip Projektziele.

  • Man beschreibt so S Sepizfisch, die Ziele sind präzise und nicht vage formuliert.
  • M steht für Messbar, so soll das Ziel objektiv messbar sein (operationalisierbar).
  • steht für Akzeptiert und bedeutet, dass die Ziele von den Empfängern akzeptiert werden müssen, man spricht auch von angemessen, anspruchsvoll, attraktiv, abgestimmt ausführbar und abgestimmt.
  • für Realistisch beschreibt, dass die Ziele realistisch sein müssen.
  • bedeutet, dass man klare Terminvorgaben benötigt zu denen ein Ziel erreicht sein muss.

Zudem muss ein Projekt folgende Bedingungen erfüllen, um umsetzbar zu sein:

  1. Es muss wirtschaftlich sein (Wirtschaftlichkeit)
  2. Es muss machbar sein mit den vorhandenen Ressourcen (finanziell, Personal)
  3. Das Projektrisiko muss für das Unternehmen akzeptabel sein

Projekt

  • von

Projekt

Unter einem Projekt versteht man eine Aufgabe die zeitlich befristet ist, risikobehaftet, einmalig, hat genaue Zielvorgaben, zeitlich, personell und finanziell begrenzte Ressourcen sind für die Erreichung des Zieles vorhanden, komplex, innovativ und zur ihrer Bewältigung ein Projektmanagement (PM) erfordert.

Entsprechende Begrifflichkeiten sind in DIN 69900 und 69901 geregelt.

Man unterscheidet interne und externe Auftraggeber. So werden interne Projekte von unternehmensinternen Auftraggebern initiiert und durch unternehmenseigene Ressourcen, dem Personal- und Sachpotential durchgeführt. Externe Projekte werden von einem externen Auftraggeber arbeitsmäßig aufgeteilt. Er bestimmt den Gegenstand des Projektes auf der Basis eines abgeschlossenen Vertrages. Durchgeführt werden die Projekte von einem das Projekt durchführenden Unternehmen.

So können Software-, Bau-, Produkt-, Sanierungsprojekte gemanagt werden.

Abhängig von den verwendeten neuen Technologien bestimmt sich der Innovationsgrad. Auch die Komplexität ist abhängig von im Projekt mit einander verknüpften Komponenten sowohl technisch als auch organisatorisch.

Zur Realisierung des Projektes wirken organisatorische Einheiten regelmäßig zusammen.

Klassisches Projektmanagement vs. agiles Projektmanagement

Man unterschiedet das klassische Projektmanagement und ein agiles, was zu jedem Zeitpunkt Änderungen an den Anforderungen und dem gewünschten Produkt ermöglicht ohne das magische Dreieck, aus Kostenziel, Zeitziel und Sachziel aus dem Gleichgewicht zu bringen. Hierzu werden beispielsweise einzelne Produktanforderungen verworfen oder weitere (finanzielle) Ressourcen eingesetzt nach einer Rücksprache mit dem Auftragsgeber. Dieser wird auch während des agilen Projektmanagement ständig in den Entwicklungsprozess mit eingebunden. So können die Kosten möglichst konstant gehalten werden. Zudem haben die Stakeholder (Personen mit Interesse am Projekt) ständig Einfluss auf das Projekt. Beim klassischen Projektmanagement verliert er im Laufe der Projektdauer den Einfluss auf das Projekt und die Kosten steigen mit der Zeit an.

Die Änderung an einer Steuergröße im magischen Dreieck (Leistung, Termine, Kosten) verändert automatisch eine oder beide anderen. Diese 3 Größen stehen in Zielkonkurrenz zueinander.

Problemanalyse und Ursachenanalyse

Die Problemanalyse und die Ursachenanalyse hängen häufig eng zusammen.

Man ermittelt in der Problemanalyse wie die Ausgangssituation aussieht, wer der Auftraggeber ist, wie es zu den Problemen kam, welche Ressourcen zu Verfügung stehen, seit wann das Problem besteht, bis wann das Projekt beendet sein muss, wie genau IST- und SOLL-Zustand zueinander verlaufen.

Die Ursachenanalyse ermittelt wie es zu der Abweichung von IST und Soll gekommen ist, welche Veränderungen im Umfeld des Problems aufgetreten sind, welche Personen involviert sind und welche Sachmittel, technische Verfahren etc. zum Einsatz als Ursache in Frage kommen.

Sektoraler Strukturwandel

  • von

Sektoraler Strukturwandel

Kommt es zu einem unterschiedlich starken Wachstum von Wirtschaftszweigen, so kommt es in der Folge zu Verschiebungen in der sektoralen Wirtschaftsstrukur so wird diese durch den sektoralen Strukturwandel angezeigt.

Dabei erfolgt der sektorale Strukturwandel langfristig und erfolgt in der Regel vorwiegend dauerhaft.

Die Grundtendenzen sind hierbei stabil. Gemessen wird der sektorale Strukturwandel in Sektoranteilen die prozentual ermittelt werden anteilig zum Nationaleinkommen bzw. Anzahl der Beschäftigten in dem Wirtschaftszweig.

Der sektorale Strukturwandel kann hierbei verschiedene Ursachen haben.

  • Institutionelle Veränderungen beschreiben in erster Linie Änderungen im Rechtesystem, dem Sozialversicherungssystem, der Steuergesetzgebung, dem Wettbewerbsrecht mit Deregulierung und Regulierung. So wird das Verhalten von Produzenten und Konsumenten beeinflusst. Außenwirtschaftlich können auch Änderungen der Handelspolitik eine Ursache für den Wandel sein, der Abbau von Zöllen im WTO-Rahmen, Liberalisierung etc.
  • Auf der Seite der Nachfrage kann es zu Verschiebungen in der gesamtwirtschaftlichen Nachfragestruktur kommen. So kann der private Konsum abnehmen oder zunehmen, die Importnachfrage sich ändern, der Staatsverbrauch sich einschränken etc.
  • Auf der Seite des Angebotes können sich Produktionsfaktoren verändern wie eine Verteuerung oder Verknappung der Rohstoffe. Die Lohnentwicklung, der technische Fortschritt usw. verändern den Einsatz von Kapital und Arbeit. Veränderte Vorleistungsnachfragen wie energiesparende Technik, Einsatz anderer Werkstoffe wie Keramik oder Kunststoffe verändern ebenfalls das Angebot.

Gerade im Phasen von einem hohen gesamtwirtschaftlichen Wachstum ist der sektorale Wandel besonders stark. Bei einem schwachen Wachstum hingegen gering. Die Modelle des Steady-Gate-Growth in der neoklassischen Wachstumstheorie befassen sich der Möglichkeit von Wirtschaftswachstum ohne eine Veränderung der Sektoreinteile, die in der Realität eher unrealistisch ist.

Die sektorale Strukturpolitik greift hierbei in den Selbststeuerungsprozess des Marktes unterstützend ein.

Organisation

Organisation

Bei einem arbeitsteiligen System spricht man in der BWL von der Organisation, wenn man das formale Regelwerk umschreibt. So arbeiten mehrere Personen mit Kontinuität in einem arbeitsteiligen Prozess an einer gemeinschaftlichen Aufgabe und diese wird durch die Organisation geregelt.

Wichtig ist hierbei, dass die verteilten Arbeitshandlungen der Personen aufeinander abgestimmt sind und das Ziel haben die Aufgabe gemeinsam zu bewältigen.

So sind Unternehmen, Verbände, Vereine etc. als Organisation formiert und genau strukturiert.

Im Unternehmen werden durch die Organisation die Aufgaben funktional verteilt. Man spricht hier auch von einer inneren Organisation.

In der deutschen Betriebswirtschaftslehre unterscheidet zwischen einer Aufbauorganisation und einer Ablauforganisation. Durch Netzwerkorganisation, Prozessorganisation und Business Process Reengineering lösen sich die harte Grenzen jedoch zwischen diesen beiden Begriffen auf.

Führung

Führung

Führung dient der Umsetzung von vorgegebenen Zielen, dabei kommt es zu einer vermittelten interaktiven Ausrichtung von dem Handeln von Individuen auf Gruppen. Es enstehen asymmetrische soziale Beziehungen mit Unterordnung und Überordnung

Es ensteht eine Hierachie zwischen den Geführten und dem Führer. Die Führung übernimmt hier verschiedene Funktionen und kann den geführten auch Orientierung und Sicherheit vermitteln. In Betrieben, Unternehmen, Organisationen wird zu dem auch der Gruppenzusammenhalt durch die Führung gefördert und erfordert sowohl soziale als auch psychologische Fähigkeit der führenden Person im Umgang mit anderen Menschen.

Bei der Herrschaft der Führung spielt auch die Unterwerfung eine Rolle. Innerhalb von arbeitsteiligen Organisationen koordiniert die Führung zu dem die Zusammenarbeit zum Zweck der Erreichung der gesetzten Ziele.

Spezielle Führungstechniken, fachliche Autorität und persönliche Eigenschaften helfen der führenden Person dabei die situativen Bedingungen gezielt in sozialen Prozessen umzusetzen.

Liegt keine formelle Führungsposition, so kann auch eine informelle Führungsposition enstehen, inbesondere durch fachliche Kompetenz, Erfahrung und der Persönlichkeit.

Leitzins

Leitzins

Der Leitzins ist ein Instrument der Geldpolitik. Er wird von den Zentralbanken fest gelegt. Dabei ist der Leitzins der Zinssatz zu dem sich Geschäftsbanken bei den Zentralbanken refinanzieren können.

Hierfür werden von den Geschäftsbanken Sicherheiten häufig in Form von Wertpapieren hinterlegt. Man spricht bei der Hinterlegung von Wertpapieren auch von Repo-Geschäft oder Wertpapiergeschäft.

Geld leihen sich die Geschäftsbanken auch untereinander zum Interbanksatz. Seit der Finanzkrise und dem damit verbundenen Vertrauensverlust hat jedoch die Bereitstellung der Liquidität durch die Zentralbanken und den Leitzins wieder an Bedeutung zu genommen.

Eigentumsvorbehalt

  • von

Eigentumsvorbehalt

Eigentumsvorbehalt beschreibt, dass beim Kauf unter einem Eigentumsvorbehalt das Eigentum erst bei der vollständigen Zahlung des Kaufpreises an den Käufer übergeht. Der Käufer hat für den Ausgleich ein Anwartschaftsrecht, durch das er Rechte erhält die denen eines Eigentümers ähneln.

Der Verkäufer kann noch vom Vertrag zurück treten, wenn der Käufer mit seiner Zahlung in Verzug kommt. Damit verfällt auch der Eigentumsvorbehalt.

Ist der Verkäufer noch Eigentümer so kann er bei einer Zwangsvollstreckung der Gläubiger des Käufers einen Drittwiderspruchsklage einlegen.

Dabei kann der Eigentumsvorbehalt auch verlängert werden falls der Käufer die gekaufte Sache umarbeitet oder an einen gutgläubigen Dritten verkauft.

Sollte dem Käufer der Weiterverkauf nicht gestattet sein so macht er sich einer Unterschlagung nach § 246 StGB schuldig.

Man kann das Anwartschaftsrecht ist pfändbar und auch übertragbar. Die Übertragung wird durch Vorschriften geregelt die für die Übertragung des Eigentumes gelten. In dem Fall ist auch ein gutgläubiger Erwerb möglich.

 

 

Omni-Channel-Management

Omni-Channel-Management

Das Omni-Channel-Management beschreibt die Optimierung verschiedene Vertriebskanäle bei denen der Unternehmenserfolg und das Kundenerlebnis im Mittelpunkt stehen.

Man spricht auch vom All-Kanal-Vertrieb oder Omni-Channel-Retailing bei dem man die verschiedenen Vertriebskanäle und Kundenkontaktpunkte (Customer-Touchpoints) kontrolliert, steuert und plant.

So gibt es Kanäle wie stationär, online, mobil, Kataloge, Callcenter, soziale Medien etc. zwischen denen der Kunden zu jedem Zeitpunkt wechslen kann.

Man spricht auch vom Cross-Channel-Management, bei dem es zu wechselseitigen Wirkungen von Marken und Kanälen kommt.

So steht der Vertrieb im Multi-Channel im Gegensatz zu den Einzelhandelsvertriebskanälen.

In der Omni-Channel-Forschung betrachtet man die Auswirkungen von Markenerfolgen und den Unternehmenserfolgen und das Verhalten der Konsumenten über alle Kanäle hinweg.

Das Research-Shopping beschäftigt sich mit der Art wie Kunden in einem Kanal suchen und in einem anderen kaufen.

Das Showrooming beschreibt wie Kunden stationär suchen und in einem anderen wie beispielsweise online kaufen bzw. gleichzeitig online die Preise vergleichen auf der Suche nach besseren Angeboten.

Beim Webrooming kommt es zum Gegenteil vom Showrooming. Die Kunden informieren sich online und kaufen anschließend offline im stationären Handel ein.

Dabei kann das Unternehmen mit der Bereitstellung von mobilen Geräten und WLAN sogar dabei helfen das die Kunden alle Kanäle einfach nutzen können.

Durch den richtigen Marketing-Mix kann man die Auswirkungen von der verschiedenen Kanäle und Kundenberührungspunkte auswerten und beobachten.

Erlösschmälerungen

Erlösschmälerungen

Bei Erlösschmälerungen kommt es durch Erlösminderungen wie Rabatte und Skonti, durch Erlöskorrekturen wie Korrektur von Berechnungsfehlern oder durch Erlösberichtigungen wie Boni zu einer Minderung der Bruttoerlöse und so zur einer Schmälerung der Nettoerlöse.

Auch Gewährleistungsansprüche in Folge der Garantie oder ein Preisnachlass durch Mängelrügen kann zur Erlösschmälerung führen.

Bei der Buchung erfolgt die Buchung der Erlösschmälerung auf Unterkonten, wenn die Erlösschmälerung nicht direkt die Rechnung auf einem geringen Nettowert ausgestellt wird.

Durch die Schmälerung wird auch die Umsatzsteuer geschmälert. Auch muss die ausgestellte Rechnung an den Abnehmer angepasst werden. Der Abnehmer muss bei der Vorsteuer entsprechend ebenfalls korrigieren.

Compliance

Compliance

Mit Compliance bezeichnet man das Einhalten von Normen, Regeln und Gesetzen. Der Begriff stammt aus der Bankwirtschaft und dem Gesundheitsmanagmenet und wird heute auch in anderen Bereichen verwendet. Wie zum beispiel der Tax Compliance, Datenschutz Compliance, Customs Compliance, Global Compliance, IT-Compliance etc.

So beschreibte man mit dem Begriff in der Finanzbranche Bereiche mit einem hohen Risiko von Interessenkonflikten und Insidergeschäften. In Deutschland wurde er seit 1990 durch gesetzlich vorgeschriebene Vorlagen auf Versicherungen und Banken angewandt.

Nach §§ 31 ff. WpHG müssen Wertpapierdienstleistungsunternehmen dafür Sorge tragen, dass die Börsengeschäfte ihrer Mitarbeiter bei Devisen, Wertpapieren, Derivaten oder Edelmetallen nicht gegen die Interessen der eigenen Kunden durchgeführt werden. So gibt es zu Überwachung eine Compliance-Abteilung innerhalb der Kreditinstitute.

Insidergeschäfte sollen vermieden werden und es zu vertrauensbildenden Maßnahmen für die Marktteilnehmer und die Kapitalmärkte kommen.

Heute gibt es Compliance-Abteilungen in großen Industrieunternehmen. So werden nicht nur Insidergeschäfte, sondern auch Kartellrechte, umweltrechtliche Anforderungen, Korruptionsprävention etc. beachtet.

Auch ethische Verhaltenskodizes werden hiermit eingehalten die nicht rechtlich geregelt sind. Es kann auch zu Berührungs- und Überschneidungspunkten mit Rechtsabteilungen und Investor-Realationsabteilungen kommen.

§ 911 II AktG verpflichtet den Vorstand entsprechende Überwachungssysteme einzurichten.

Health Care Management

Im Health Care Management versteht man unter der Compliance oder der Adherence die Therapiemitarbeit der Patienten. So spricht man von einer guten Compliance, wenn die Ratschläge von Ärzten zur Einnahme von Medikamenten, Veränderung des Lebensstils bezüglich Ernährung, Bewegung und Behandlungsmethoden befolgt werden.

Dabei muss der Patient nicht alle Anweisungen der Ärzte unreflektiert befolgen, vielmehr soll er ihnen nachkommen und sie mitgestalten. Gerade bei chronischen Erkrankungen ist die Zusammenarbeit zwischen Patienten und Ärzten gefragt.

Unter den Non-Compliance also der Nicht-Beachtung von Empfehlungen für die Therapie fallen die Verweigerung von bestimmten Therapiemaßnahmen, die Modifikation von einer (medikamentösen) Therapie und eine generelle Verweigerung der Therapie.

Häufig arbeiten die Patienten entsprechend besser mit wenn die Nebenwirkungen gering sind, der Leidensdruck hoch, er vom sozialen Umfeld unterstützt wird, das Therapieschema einfach ist, er besser informiert ist über die Therapieansätze, je höher die Effektivität der Behandlung ist und so die Symptome lindert und je geringer seine Mitarbeit zur Therapie ausfällt (Änderungen des Lebensstils etc.).

Berufsständische Versorgung

Berufsständische Versorgung

Bei der berufsständischen Versorgung handelt es sich um eine Altersversorgung aus 3 Bestandteilen. Wie bei der gesetzlichen Rentenversicherung ist sie der ersten Säule zuzuordnen mit einer gesetzlichen Pflichtmitgliedschaft für frei Berufe wie Notare, Ärzte, Tierärzte, Zahnärzte, Apotheker, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Architekte etc.

Die Versorgungseinrichtungen sind hier häufig selbständige Anstalten des öffentlichen Rechts, mit unter auch mit Sondervermögen aus der entsprechenden Berufskammer. Die Mitglieder erhalten eine Altersversorgung, Berufsunfähigkeitsversorgung und Hinterbliebenenversorung.

Dabei wird das Versorgungsbedürfnis gezielt auf den entsprechenden Berufsstand angepasst. Realisiert wird die Versorgung durch ein Kapitaldeckungsverfahren und nicht durch ein Umlageverfahren wie bei der gesetzlichen Rentenversicherung.

Von staatlicher Seite erhält die berufsständische Versorgung keinerlei Zuschüsse und wird nur durch die Mitgliedsbeiträge finanziert.

Die jeweilige Satzung der Versorgungseinrichtung bestimmt die Höhe und den Umfang der Leistungen. Es werden im Normalfall Renten bedingt durch Alter, Erwerbsminderung und Tod gewährt.

Die Leistungen werden seit 2005 alle mit einem Besteuerungsanteil von mindestens 50 %  der nachgelagerten Besteuerung belegt.

Humankapital

Humankapital

Mit Humankapital man die Ausbildung sowie Erziehung von Arbeitskräften bzw. Arbeitsvermögen zu einem Leistungspotenzial. Dabei beschreibt der Begriff auch die hohen finanziellen Aufwendungen die benötigt werden für die Ausbildung und die dadurch geschaffene Ertragskraft.

Innerhalb der Wachstumstheorie beschreibt der Begriff Humankaptial das an Personen gebunden Wissen bzw. die an sie gebunden Fähigkeiten sowie den Wissenspool einer Volkswirtschaft der sich in dokumentiertem Wissen widerspiegelt.

Dabei geht man davon aus, dass man durch den Einsatz von Training, Lernen also Ressourcen in der Lage ist das Humankapital zu produzieren.

Man unterscheidet hier unterschiedliche Prozesse. So ist das Humankapital auch auch Nebenprodukt innerhalb eines Produktionsprozesses wie Learning-by-Doing.

Das Humankaptial wird bei der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung nicht als Vermögen angerechnet bzw. ausgewiesen.

Embargo

Embargo

Ein Embargo wird staatlich angeordnet und ist eine Zwangsmaßnahme mit der man den Güterhandel mit einem bestimmten Staat unterbindet. Häufig wird es genutzt, wenn eine Land Verletzungen gegen Völkerrechte begeht, um es wirtschaftlich von anderen abzutrennen bzw. zu benachteiligen.

Dabei gilt es zwischen einem Embargo und einem Boykott genau zu unterscheiden. So ist ein Boykott ein Prozess der eher passiv, ein freiwilliger Verzicht ist und privatwirtschaftlicher Natur. Das Embargo hingegen ist aktiv organisiert durch Verbote und deren Durchsetzung von staatlicher Seite.

Embargo im Unterschied zu Sanktion, Retorsion und Blockade

Das Embargo ähnelt einer Sanktion die eine Reaktion eines Staates auf ein völkerrechtswidriges Verhalten ist. So kann eine Sanktion von einem Staat gegenüber einem anderen verhängt werden.

Die Retorsion hingegen ist eine Vergeltung die häufig zusammen mit handelspolitischen Sanktionen verwendet wird. So kann ein Embargo auch eine Retorsion sein. Sie kann auch in Form eines Retorsionszolls verhängt werden.

Eine Blockade hingegen ist eine rein militärische Maßnahme. Mit dieser kann auch ein ziviles Embargo durchgesetzt werden.

Die EU kann im Rahmen der GASP (Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik) eigenständige Embargos verhängen. Dabei wird die Überwachung durch die Zollabfertigung bei der Einfuhr und Ausfuhr an der Zollstelle durchgeführt.

Es sind für die enstehenden Nachteile von Exporteuren etc. durch ein Lieferverbot, Zahlungsverbot etc. im Außenwirtschaftsgesetz AWG und der Außenwirtschaftsverordnung AWV keine Entschädigungen vorsehen.

Bei der der Euler Hermes Kreditversicherung-AG kann man sich gegenüber politische Risiken weitestgehend absichern.

Sachgüter

Sachgüter

Mit Sachgüter beschreibt man im Allgemeinen Gebrauchsgüter und Verbrauchsgüter.  In der Sachgüterproduktion von Industrieunternehmungen dienen sie als strikte Abgrenzung von Dienstleistungsunternehmungen.

Garantie

Garantie

Die Garantie beschreibt eine vom Verkäufer übernommene freiwillige Verpflichtung in der er innerhalb der Garantiefrist auftretenden Mängel teilweise oder ganz beseitigt.

Innerhalb des Rahmens der Garantie verpflichtet sich eine Partei/Garant einen entstandenen Schaden zu übernehmen bzw. für einen bestimmten Erfolg einzustehen die sich aus einer unternehmerischen Handlung ergibt. Die Garantieverpflichtung ist von einem zugrunde liegenden Schuldverhältnis losgelöst, anders als eine Bürgschaft.

Die Kulanz ist eine entgegenkommende, großzügige Abwicklung von Garantieleistungen. So können Garantieleistungen schnell abgewickelt werden und haben positive akquisitorische Effekte für das Unternehmen. Kommt es zu Problemen bei der Garantiezusage so kann diese negativ auf das Unternehmen wirken.

 

Beim Kauf von Waren verpflichtet sich der Verkäufer oder Hersteller im Rahmen einer Garantie für auftretende Mängel auf zu kommen.

Bei Auslandsgeschäften gibt es Sicherheitsleistungen und Gewährleistungen des Bundes die über die Hermes-Kreditversicherungs-AG und die Deutsche Revisions- und Treuhand-AG abgewickelt werden.

Die Garantie ist nicht über das BGB geregelt, sondern ergibt sich durch Vereinbarungen innerhalb der Vertragsfreiheit.

Die Zusage einer Garantie bezieht sich auf die Funktionsfähigkeit und Haltbarkeit eines Produktes, vor allem bei hochwertigen und technisch komplizierten Gütern. Die gesetzliche Gewährleistungsfrist kann ausgedehnt werden, da der Unternehmer die Frist und den Umgang mit der Garantie festlegen kann. Wird das Gut über den Handel abgesetzt so kann sowohl der Händler als auch der Hersteller für die Garantieleistung aufkommen.

Bankgarantien

Banken bieten Bankgarantien in Form von Leistungsgarantien, Lieferungsgarantien, Anzahlungsgarantien, Dokumentengarntie an.

Eine Anzahlungsgarantie bedeutet, dass die Bank dem Käufer die Rückerstattung seiner Anzahlung garantiert, wenn der Verkäufer die Leistung nicht erbringt. Eine Bietungsgarantie besagt, dass bei einer (öffentlichen) Ausschreibung die Bank garantiert, dass ihr Kunde die Bedingungen der Ausschreibung erfüllen kann und steht für Vertragsstrafen bei der Nichtannahme nach einem erteilten Zuschlag ein. Die Leistungsgarantie sagt, dass die Bank dem Käufer eine nach Menge, Qualität und Form vertragsmäßige Leistung oder Lieferung zusagt. Bei der Dokumentengarantie verpflichtet sich die Bank gegenüber der Reederei für Folgen einzustehen die aus der Übergabe von Waren durch den Importeur ohne die Vorlage von originalen Dokumenten entstehen.

 

Factory-Outlet-Center

Factory-Outlet-Center

Ein Factory-Outlet-Center ist eine Vertriebsform die ihren Ursprung in Amerika hat. Die Hersteller verkaufen ihre Produkte so direkt ohne Einzelhandel und Großhandel an den Verbraucher.

Dabei ist das Outlet vergleichbar mit einem Einkaufszentrum bei dem man Markenartikel von verschiedenen Herstellern günstiger als zum üblichen Marktpreis erhalten kann.

Mitunter handelt es sich bei der angebotenen Ware um Überschussproduktionen oder Auslaufmodelle.

Aber auch Ware zweiter Wahl wird hier verkauft. Auf Bedienung und Beratung wird verzichtet. Besonders beliebte Waren sind die aus den Bereichen Mode und Freizeit.