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Nutzwertanalyse

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Nutzwertanalyse

Die Nutzwertanalyse ist ein Verfahren zur Alternativenbewertung bei mehreren Zielgrößen. Man betrachtet hierbei Alternativen welche an Bewertungskriterien gemessen werden welche nicht durch Geldeinheiten ausdrückbar sind.

So können soziale, technische und psychologische Bewertungskriterien herangezogen werden welche sich an qualitatien und quantitativen Merkmalen orientieren in Form einer multiattributiven Nutzenbetrachtung.

Durch die Nutzwertanalyse werden die bewertenden Personen in die Lage versetzt Alternativbewertungen vorzunehmen sowohl unter spezifischen Zielpräferenzen als auch multidimensionalen Zielsystemen. Dazu erstellt man ein Zielprogramm durch Anschaffung eines Informatiosn- und Kommunikationssystems (IuK-System) und zerlegt ein Gesamtziel in einzelne Subziele und gewichtet diese nach der Bedeutung für das Unternehmen. 0 für nicht wichtig und 10 für sehr wichtig. Außerdem werden Projektalternativen erstellt in Form von IuK-Systemen anderer Hersteller oder Eigenentwicklungen.

Man erstellt so eine Matrix die in den Zeilen die Zielkriterien und in den Spalten die Alternativen aufführt. Für die Alternativen werden die Zielerträge (ZE) angegeben und bewertet für die einzelnen Zielkriterien. Man vergibt so die Werte 0 bis 10 abhängig vom Erfüllungsgrad. Kann ein System das Kriterium „strategische Notwendigkeit“ nur zur Hälfte erfüllen, welches mit 10 gewertet ist so wird eine 5 vergeben, der Zielwert ist somit 50. Pro Alternative ergibt sich ein Nutzwert durch Aufsummierung der Nutzwerte, die Alternative mit dem höchsten Nutzwert gilt dann als optimal.

Problematisch gestaltet sich schwierig, da man die Zielkriterien als unabhängig von einander betrachtet und die Teilnutzen einheitlich addiert, auch können subjektive Urteile die Zielgewichtung beeinflussen. Bei Entscheidungen von mehrer Personen kann es so zu Konflikten kommen. Die Ergebnisse sind jedoch jederzeit nachvollziehbar und überprüfar und ermöglichen eine Entscheidung bei komplexen Alternativen. Man kann die Parameter der variieren und so die Lösungen bewerten. Eine Weiterentwicklung der Nutzwertanalyse ist die Kosten-Wirksamkeits-Analyse.

Nennwert

Nennwert

Unter dem Nennwert versteht man den Nominalwert eines Zahlungsmittels, also den gesetzlich festgelegten Wert, welches das Zahlungsmittel aufgrund seiner Eigenschaft als gesetzliches Zahlungsmittel erhält. So bildet der Nennwert auch die Recheneinheit.

Sollten mehrere offizielle Zahlungsmittel parallel existieren so wird ihr gegenseitiges Wertverhältnis in einem Nennwertsystem festgelegt.

In der europäischen Währungsunion ist der Nennwert 1 Euro = 100 Cent.

Für Aktien, Anleihen usw. ist der Nennwert auf dem Mantel fest aufgedruckt als Geldbetrag. Man erhält ihn durch die Division von gezeichnetem Grundkapital beziehungsweise Schuldsumme durch die Anzahl der darüber auszugebenden Aktien oder Obligationen.

§ 8 II des AktG (Aktiengesetz) sieht den Mindestnennwert von Aktien bei 1 Euro vor. Bei festverzinslichen Wertpapieren wird der Nennwert am Ende der Laufzeit an den Gläubiger zurück gezahlt, sofern kein anderer Rückzahlungskurs angegeben wurde.

Auch kann der Nennwert vom Marktwert und Vermögensteuerwert stark abweichen, insbesondere bei Aktien.

Non-Governmental Organization (NGO)

Non-Governmental Organization (NGO)

Im Allgemeinen versteht man unter Non-Governmental Organization (NGO) sogenannte  Nonprofit-Organisationen (NPO) in privater Trägerschaft.

So können diese zum Beispiel im Auftrag des Staates ihre Tätigkeiten aufnehmen wie Hilfswerke. Aber auch dominant eigenständig kann Öffentlichkeitsarbeit oder Lobbying betrieben werden in Form von beispielsweise Umweltverbänden.

So versteht man unter NGO Organisationen welche auf einer privaten Initiative gesellschaftliche, politische, soziale oder ökonomische Ziele vertreten dadurch, dass sie Funktionen innerhalb des politischen Willensbildungsprozesses übernehmen. Man spricht auch von einer Aggregation, Artikulation und Implementierung von Interessen.

Häufig nutzt man in der Wissenschaft den Begriff NPO, weil der Begriff NGO eher unscharf definiert ist.

Typisch für NGOs sind Aktivitäten im politischen Bereich von Menschenrechten, Entwicklungspolitik, Ökologie und humanitärer Hilfe.

Negatives Kapitalkonto

Negatives Kapitalkonto

Man weißt das negative Kapitalkonto auf der Aktivseite der Bilanz aus. Es ensteht durch Veränderungen welche mit Einzelfirmen, Einzelkaufmann und Personengesellschaften des Kapitals zusammenhängen.

So können durch Verluste und Entnahmen bei Unternehmen Verbindlichkeiten enstehen die höher sind als die positiven Vermögenswerte. Es ergibt sich so ein Kapitalkonto auf der Aktivseite der Bilanz als Unterbilanz.

Innerhalb von Personengesellschaften wird der Kapitalanteil der einzelnen Gesellschafter getrennt von einander aus gewiesen, auf diese Weise ergeben sich positive und negative Kapitalkonten nebeneinander in einer Bilanz.

Durch ein negatives Kapitalkonto ergeben sich gesellschaftsrechtliche und handelsrechtliche sowie steuerrechtliche Wirkungen. Die handelsrechtlichen sind vor allem bei Personengesellschaften bedeutend für den Geschäftsführer.

Für unbeschränkt haftende Gesellschafter einer Personengesellschaft kommt es durch negative Kapitalkonten zu gesetzlichen Konsequenzen wie:

  • Eine jährliche Vorausverzinsung des eingezahlten Kapitals entfällt nach § 121 I HGB
  • Scheidet der Gesellschafter mit einem negativen Kapitalkonto aus so sind die übrigen Gesellschafter für den Ausgleich des Kapitalkontos verpflichtet
  • Weiterhin entfällt das gewinnunabhängige Entnahmerecht in Verlustjahren

Für den beschränkt haftenden Gesellschafter, dem Kommanditisten kommt es zu den folgenden Konsequenzen bei einem negativen Kapitalkonto:

  • Der Kommanditist ist verpflichtet erwirtschaftete ihm anteilig zugewiesene Gewinne für die Auffüllung des Kapitalkontos bis zu vereinbarten Einlage zu nutzen
  • Beim Ausscheiden des Kommanditisten bei einem negativen Kapitalkonto muss er das Kapitalkonto nach § 167 III HGB nicht ausgleichen, die verbleibenden Gesellschafter übernehmen das negative Kapitalkonto
  • Der Kommanditist haftet beim Ausscheiden nur in der Höhe seine Kapitalanteiles für die Verluste der Gesellschaft, eine Bildung eines negativen Kapitalkontos durch Verlustzuweisungen ist möglich

Im Steuerrecht muss bei der Bewertung des Betriebsvermögens von Einzelfirmen sowie Personengesellschaften muss das negative Kapitalkonto des Unternehmens oder des Gesellschafters nicht mit seinem Anteil am Betriebsvermögen gleich sein, es kann niedriger, gleich oder höher liegen.

Im Einkommensteuer recht kann die Bildung und Auflösung von negativen Kapitalkonten von Bedeutung sein welche aus der Bilanz (Steuerbilanz) hervorgehen welche nach steuerrechtlichen Vorschriften erstellt wurde.gefallen sind.

Normalverteilung

Normalverteilung

Die Normalverteilung oder auch Gauß-Verteilung, Glockenkurve, aufgrund ihrer Form liegt vielen Verfahren in der Inferenzstatistik zu Grunde.

Dabei verläuft sie symmetrisch, eingipflig, stetig und wird durch 2 Parameter gekennzeichnet.

Sie hat in der Mitte den Median, den Modus oder das arithmetische Mittel und die Standardabweichung <7.

Die von der Normalverteilung umschlossene Fläche ist in der Summe gleich 1 oder 100. Sie ist im Einklang mit den wahrscheinlichkeitstheoretischen Axiomen.

Der Anteil der jeweils umschlossenen Flächen kann in u-Einheiten errechnet werden.

In der Statistik ist in der Theorie und der Praxis ist sie die wichtigste stetige Häufigkeitsverteilung mit einer Verteilungsdichte.

Mit dem Erwartungswert m, s2 als Varianz der normalverteilten Zufallsvariabelen. Man bezeichnet sie mit N (m,s2), die Standardnormalverteilung mit mit N(0,1). In der graphischen Darstellung ergibt sich die Dichte N als eine Glockenkurve die symmetrisch zur Geraden x = m ist. Der Erwartungswert m fällt zusammen it dem Modalwert und dem Median. Die Wendepunkte der Glockenkurve liegen bei m + s und m – s. 

N eignet sich bei gewissen Voraussetzungen für die Approximation von vielen theoretischen Verteilungen wie der Binomial-, Chi-Quadrat- oder Hypergeometrischen Verteilungen.

Niederstwertprinzip

Niederstwertprinzip

Bei dem Niederstwertprinzip handelt es sich um ein Bewertungsprinzip nach dem Handelsrecht nach § 253 HGB, welches sich aus dem Vorsichtsprinzip ableitet und eine Konkretisierungs des Imparitätsprinzipes ist und somit auch Bestandteil der Grundsätze der ordnungsgemäßen Buchführung (GoB) sowie der ordnungsgemäßen Bilanzierung.

Man unterscheidet das gemilderte Niederstwertprinzip bei dem außerplanmäßigen Abschreibungen des Vermögensgegenstände des Anlagevermögens vorzunehmen bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung. Diese sind mit dem niedrigen Wert anzusetzen der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Für Finanzanlagen gilt, dass hier außerplanmäßige Abschreibungen auch bei einer voraussichtlich nicht dauernden Wertminderung vorgenommen werden können.

Das strenge Niederstwertprinzip wird der niedrigste Wert von 3 möglichen Wertansätzen angesetzt, nämlich von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, dem Börsen- oder Marktpreis und dem am Abschlussstichtag beizulegenden Wert. Dieses Aufwandsantizipations-Prinzip gilt analog bei der Bewertung von Verbindlichkeiten wo es zu einem Höchstwertprinzip führt.

Der Zweck des Niederstwertprinzips ist die Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips, des Gläubigerschutzes bei der Bewertung.

Zu dem gilt das Niederstwertprinzip grundsätzlich auch steuerrechtlich insoweit die Ermittlung des Teilwerts nicht zu Abweichungen führt.

Bewertet man nach dem Niederstwertprinzip so folgt hieraus, dass im Gegensatz zu nicht realisierten Gewinnen nicht realisierte Verluste ausgewiesen werden. Es können so stille Rücklagen entstehen, sofern bei einem späteren Wegfall der Abschreibungsgründe keine Zuschreibung vorgenommen wird.

Neuen Werkstoffe

Neuen Werkstoffe

Der Begriff „neue Werkstoffe“ beschreibt die Kombination von bekannten Eigenschaften. Der neue Werkstoff bietet neue und bisher unbekannte Ausprägungen sowie auch neuartige stoffliche Zusammensetzungen.

Durch neue Werkstoffe können bekannte Probleme anders oder ergänzende gelöst werden.

Insbesondere interessant sind hier Verbundwerkstoffe, Keramik oder auch Legierungen und beschichtete Werkstoffe sowie Kunststoffe und Textilien.

Bei der Einführung neuer Werkstoffe müssen Probleme überwunden werden. So kommt es zu hohen Umstellungskosten für die Nutzung, zu technologischen Unsicherheiten bei der Nutzung und auch zu fehlendem Know-How bei den Nachfragern.

Wird der Nachfrager bei der Werkstoffentwicklung mit einbezogen so sinkt der hohe Marktwiderstand. So sinkt der Widerstand wenn es zu einer kooperativen Produktentwicklung kommt bzw. eine nachfrageinitiierte Produktentwicklung zum Zuge kommt.

Für den Anbieter kann es zu Problemen kommen bei komplexen Aufgabenstellungen und begrenzten finanziellen und personellen Ressourcen und man sich nur mit Mühe von marktmächtigen Nachfragern befreien kann. So muss eine Risikokompensation erfolgen.

Auch die Entsorgung spielt eine wichtige Rolle bei der Vermarktung von neuen Werkstoffen.

Für den Anbieter stellt sich bei neuen Werkstoffen die Frage ob man universal oder spezialisiert vorgeht und ob man kooperativ oder autonom bei der Entwicklung und Markteinführung des Einsatzstoffes vorgeht.

Die FuE-Ausgaben (Forschung und Entwicklung) bedingen häufig hier kooperative Strategien.

Durch Beratung, Schulung als Serviceleistung, die Einbeziehung der Abnehmer in die Produktentwicklung (Lead User) sowie Referenzen von Abnehmern kann das Risiko bei der Markteinführung gesenkt werden.

Nachkauf-Marketing

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Nachkauf-Marketing

Bei Nachkauf-Marketing betrachtet das Marketing die Wünsche, Bedürfnisse und Probleme von potentiellen Kunden.

Die Nachkaufphase ist ein wichtiges Differenzierungskriterium. Insbesondere bei einer starken Homogenität der Leistung, Qualität, Preis, Lebensdauer, Design von Produkten.

So sind umfassende und zuverlässige Serviceleistung, eine erhöhter Verbrauchsnutzen, die Berücksichtigung der Kundenwünsche im Vordergrund um sich einen Wettbewerbsvorteil zu schaffen.

Die Schaffung eine adäquaten Informationsbasis ist eine zentrale Aufgabe des Nachkauf-Marketing durch die Marketinginstrumente erfolgreich eingesetzt werden können.

Dafür wird das Nachkaufverhalten genau analysiert und eine Bewertung des Kundenstammes benötigt. Ebenso eine nachkauforientierte Marktsegmentierung wie deomgraphisch nach Alter, Einkommen, geographisch nach Städte, psychographisch nach Erwartungen, Nutzungsverhalten der Konsumenten ist erforderlich für die genaue Analyse und eine zielgruppenspezfische Marktbearbeitung.

Verbraucher- und Beschwerdeabteilungen können hier ebenfalls hilfreich sein.

Beschwerden sind die Spitze des Eisberges so keine systematische Sammlung und Auswertung von Kundenproblemen kann man Kundenbindung schaffen durch Beschwerdezufriedenheit der Kunden und auch Frühwarnsignale erhalten.

Durch eine gute aufgebaute Nachkaufphase kann der Wettbewerbsdruck bei einem stark eingeschränkten preispolitischen Spielraum den Marktwert erhöhen.

Instrumente des Nachkauf-Marketings

Zur unternehmerischen Kundendienstpolitik gehört der Nachkaufservice, der abhängig vom Servicebedarf der Kundensegmente und dem Ertragspotential zu richten ist.

So gibt es Muss-Leistungen wie Garantieleistungen, Soll-Leistungen wie Reparaturen, Kann-Leistungen wie Wartungsverträge von denen insbesondere die Kann-Leistungen Zusatznutzen und Profilierungsmöglichkeiten bieten gegenüber von Wettbewerbern.

Besondere Konditionen, Treue-Rabatte, Probekäufe, Finanzierungsmöglichkeiten, freiwillige Garantien können im Nachkauf-Marketing ebenfalls eine wichtige Rolle einnehmen.

Gerade in engen Märkten stehen die Kundenansprüche im Mittelpunkt und haben eine hohe Bedeutung. Das Ertragspotential ergibt sich vor allen durch eine langfristige Kundenbindung. So gilt es bestehende Kunden zu halten und ihr Ertragspotential für das Unternehmen zu steigern. Häufig sind die Kosten für die Neukundenakquise 5 Mal höher als die für die Pflege der Altkunden, die für die Nachkaufphase wichtig sind.

So gibt die Konsumentenzufriedenheit wieder in wie weit die subjektiven Erwartungen mit der tatsächlichen Motivbefriedigung durch die Produkte übereinstimmt.

Sie ist die Grundlage für eine Kundenbindung und Kundentreue zur Marke und dem Unternehmen.

Sind Konsumenten unzufrieden so können sie still abwandern als „Unvoiced Complaints“ und/oder Widerspruch über eine nicht erlebte Bedürfnisbefriedigung hervorbringen in Form von Beschwerden.

Eine hohe Beschwerdezufriedenheit und Nachkaufzufriedenheit verbunden mit Kundenloyalität, positiver Mund-zu-Mund-Kommunikation erhöhen die Wiederkauf- und Folgekaufraten.

Das Nachkauf-Marketing gehört zu den Konzepten des Relationship Marketings, Beziehungsmanagements sowie des Retention Marketing.

Neutrale Erträge

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Neutrale Erträge

Neutrale Erträge sind Erträge die nicht unmittelbar in einer Periode durch den betrieblichen Leistungsprozess verursacht wurden und Erträge die einen einmaligen Charakter haben wie beispielsweise Buchgewinne aus der Veräußerung von Anlagen, Miet- und Zinserträge eines Industriebetriebes, Steuererstattungen, Beteiligungen und Wertpapiere oder Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen.

Die neutralen Erträge werden gegliedert in:

  • periodenfremde Erträge
  • außerordentliche Erträge
  • betriebsfremde Erträge

Zum Zweck der Kostenrechnung werden neutrale Erträge von Betriebserträgen/Leistungen abgegrenzt und erfolgen im IKR im Abgrenzungsbereich über die Klasse 9, Kontengruppe 90/91.

Nicht tarifäre Handelshemmnisse

Nicht tarifäre Handelshemmnisse

Unter den tarifären Handelshemnissen versteht man Handelshemnisse welche nicht die Form von tarifären Handelshemnissen haben. Beispiele hierfür sind das Lebensmittelrecht, technische Vorschriften, das Arzneinmittelrecht, industrielles Sicherheitsrecht, Zulassungsbedingungen für KFZ.

Die nicht tarifären Handelshemnissen führen zu einer Verzerrung im Handel für bestimmte Dienstleistungen und Güter auf internationaler Sicht.

Es kommt zu Verzerrungen von Weltmarktpreisen, Terms of Trade, gegenüber den Güterpreisen auf dem heimischen Mark.

Weitere Hemnisse nicht tarifärer Art können durch Anmeldeformalitäten für Importe enstehen, Importquten, Beschränkungen von Mengen, Export- sowie Importverbote, Subventionen bei Ausfuhren, Abgaben für Exporte, staatliche Absicherungen für Exporte wie Hermes-Kredite in Deutschland etc.

Aber auch andere Einschränkungen wirken sich auf die Warenströme aus, wenn sie nicht handelspolitische Motive haben wie zum Beispiel Verpackungsvorschriften, Vorschriften zur Sicherheit, Abgasvorgaben etc.

Weitere Vorschriften wie Öffnungszeiten oder Vorschriften zur Verwaltung, Bevorzugung von staatlichen Auftragsvergabe etc. haben Einfluss auf die Handelshemnisse.

Steuereinnahmen werden durch tarifäre Handelshemnisse beeinflusst.

Nonverbale Kommunikation

Nonverbale Kommunikation

Unter einer nonverbalen Kommunikation versteht man Formen der Kommunikation welche nicht auf einem sprachlichen Informationsaustausch setzen. So können Informationen auch über die Sinne kommuniziert werden wie den Geschmack, Geruch, Körperhaltung, Bilder, Musik sowie Gesten.

Die nonverbale Kommunikation wird auch als analoge Kommunikation bezeichnet. Man umschreibt mit ihr alle Formen der Massen- und persönlichen Kommunikation die nicht auf einer vor allem sprachlichen symbolischen Übertragung von Informationen stützt.

So wird die nonverbale Kommunikation als averbale, nicht linguistische, außersprachliche, nicht sprachliche Kommunikationsform beschrieben.

In erster Linie kann durch eine nonverbale visuelle Kommunikation in Form einer Bildkommunikation die Information übertragen werden.

Weiterhin können als Übertragungswege auch olfaktorische Signale wie Gerüche, taktile Signale wie durch Berührungen, nonverbale auditive Signale wie musikalische und vokale Signale, thermale Signale wie Raum- oder Körpertemperatur oder gustatorische Signale wie den Geschmack genutzt werden.

Formen dern persönlichen nonverbalen Kommunikation

Zu den Formen der persönlichen nonverbalen Kommunikation gehört die vokale nonverbale Kommunikation durch Stimmfrequenz, Sprechgeschwindigkeit und Intonation, so sind die vokalen Element bezogen auf die Stimme des Kommunikators. Die nonvokale nonverbale Kommunikation besteht aus der körperlichen nonvokalen Kommunikation mit statischen (Hautfarbe, Körperbau, Gesichtsform) sowie dynamischen Elementen (Gestik, Mimik, Körperbewegung, Körperhaltung, Blickkontakt, Körperabstand) sowie der materiellen nonvokalen Kommunikation wie Stimuli der körperlichen Erscheinung im Interaktionsprozesses oder der Umwelt des Kommunikators.

Durch die nonverbale Kommunikation können verschiedenen Wirkungen kognitiver und emotionaler Natur hervor gerufen werden. Bei den kognitiven Wirkungen handelt es sich um Ausstrahlungseffekte wie dem sozialen Status des Kommunikators oder persönliche Eigenschaften, die Informationen der Persönlichkeit des Kommunikators und eine begleitende verbale Kommunikation.

Die nonverbale Kommunikation erfolgt häufig spontan sowie kognitiv und hat hierdurch eine höhere Glaubwürdigkeit als die verbale Kommunikation, da sie nur schwer bewusst zu kontrollieren ist.

Zur Beobachtung und Messung der nonverbalen Kommunikation nutzt man die Beobachtung der Mimik, olfaktorische Bestimmung von Gerüchen, eine phonetische Messung von akustischen Signalen etc.

Die persönliche nonverbale Kommunikation kann durch Verhaltensaufzeichnungen durch Video und eine unmittelbare Verhaltensbeobachtung bestimmt und ausgewertet werden. So können Facial-Action-Coding-Systeme kurz FACS zum Einsatz kommen. Hierbei erfolgt eine Analyse, Beschreibung und Interpretation der Gesichtssprache. Auch das Berner System zur Analyse von Körpersprache kann angewendet werden.

Netzplandiagramm

Netzplandiagramm

Das Netzplandiagramm ist eine Ablaufdarstellung von Vorgängen (Ereignissen), die man als Knoten bezeichnet.

Man kann durch die Knoten Informationen zu den Vorgängen und deren Abhängigkeiten im Projekt aufnehmen.

So kann die Projektdauer mit Hilfe der angegeben Zeitdauern für die Vorgänge berechnet werden.

Der kritische Weg des CPM-Modells kann im Netzplandiagramm farbig hervor gehoben werden.

 

Nebenbuchung

Nebenbuchung

Mit Nebenbuchung bezeichnet man Eintragungen in Nebenbücher oder Hilfsbücher. Diese Eintragungen dienen in erster Linie der Mengenkontrolle und der Ergänzung von Kollektivkonten und Sammelkonten, also beispielsweise des Kreditorenkontos und des Debitorenkontos.

Nachtragshaushalt

Nachtragshaushalt

Der Nachtragshaushalt bei überplanmäßigen oder außerplanmäßigen Ausgaben, also Ausgaben die über die Ansätze im Haushaltsplan hinausgehen bzw. nicht für den Haushaltsplan vorgesehen waren erfordert der Gesetzgeber nach Art. 110 II GG einen Nachtragshaushaltplan bzw. Ergänzungshaushaltsplan in Form eines formellen Gesetzes, wie dem Nachtragshaushaltsgesetz von 1982.

Ausgaben dürfen für derartige Ausgaben sonst nur im Fall eines unabweisbaren und unvorhersehbaren Bedürfnisses unter strenger Einhaltung der Grundsätze vom Bundesfinanzminister genehmigt werden.

Nennwert

Nennwert

Der Nennwert wist der auf Aktien oder Anleihen aufgedruckter Wert. Dieser ist nicht gleichbedeutend mit Kurswert des Wertpapiers, der sich durch Angebot und Nachfrage am Markt ergibt.

Durch den Nennwert der Aktie gibt man an mit welchem Anteil der Aktionär am Grundkapital der Aktiengesellschaft beteiligt ist. So ist der geringst mögliche Nennwert 1 Euro.

Auch gibt er an welche Basis bei der Verzinsung und Höhe von Forderungen des Inhabers gegenüber dem Emittenten bei einer Tilgung besteht.

Auf Aktien beträgt der Nennwert häufig 5 Euro oder ein Vielfaches davon wie 50, 100 Euro etc. Die Dividende die die Gesellschaft an den Aktionäre zahlt wird prozentual vom Nennwert angegeben.

Der Nennwert bzw. Nennbetrag oder Nominalwert ist der auf Banknoten, Münzen, Aktien, festverzinslichen Wertpapieren und GmbH-Anteilen aufgedruckte Geldbetrag.

Anleihen tragen den Nennwert von 100, 500, 1000, 5000 oder 10.000 Euro. Sie dienen als Basis für die Berechnung des Zins und der Tilgung. So wird der Nominalzinssatz stets in Prozent zum Nennwert angegeben.

Nasse Stücke

Nasse Stücke

Nasse Stücke bezeichnet Pfandbriefe einer Emission welche noch nicht im Umlauf sind.

Sie befinden sich noch in der Verwahrung eines Treuhänders und konnten bisher noch nicht untergebracht werden. Da sie noch nicht emittiert wurden besteht auch ein Bilanzierungsverbot.

Negativzins

Negativzins

Mit dem Negativzins bezeichnet man den Zustand wenn die nominalen Zinsen für die Einlagen bei einer Bank kleiner als Null sind. Der Einleger also selbst Zinsen zahlen muss und keine ausgezahlt bekommt für seine Einlage.

Wenn die Regierung eines Landes zur Abwehr von Einfuhr nicht gewünschter Kapitaleinfuhren Auslandsgelder mit Strafzinsen belegt kann es zu einem Negativzins kommen.

Man unterscheidet vom Negativzins den negativen Realzins der auch bei einem positiven Nominalzins durch eine höhere Inflationsrate ensteht.

Durch den Negativzins werden unerwünschte Geldzuflüsse aus dem Ausland unterbunden, der (gebietsfremde) Bankkunde zahlt den (Straf-)zins auf sein Kontoguthaben.aus dem Ausland.

Nachfrageoligopol

Nachfrageoligopol

Unter Nachfrageoligopol versteht man eine oligopolistische Marktform. Bei ihr stehen wenige starke Nachfrager vielen kleinen Anbietern gegenüber.

So unterscheidet man ein Nachfrage-Oligopol und ein Angebotsoligopol.

Das Nachfrage-Oligopol ensteht durch wenige Nachfrager und viele Anbieter und das Angebotsoligopol durch viele Nachfrager und wenige Anbieter.

Nachbesserung

Nachbesserung

Unter Nachbesserung versteht man die kostenlose nachträgliche Beseitigung eines Mangels durch den Werkunternehmer. Auf die Nachbesserung hat der Besteller bei Mangelhaftigkeit des Werkes  Anspruch.

Die Nachbesserung nach § 633 II BGB bezeichnet die kostenlose nachträgliche Beseitigung eines Mangels durch den Schuldner.

Sie resultiert bei einem Werkvertrag aus dem Erfüllungsanspruch.

Durch die Zeit der Nachbesserung kommt es zur Hemmung der Verjährung von Gewährleistungsansprüchen nach  205 BGB.

Im Werkvertragsrecht ist die Nachbesserung durch § 639 II BGB geregelt und findet bei vergleichbarer Interessenslage auch im Kaufrecht Anwendung.

Kommt es bei der Beseitigung des Mangels zum Verzug so hat der Besteller die Möglichkeit den Mangel selbst zu beseitigen und Anspruch auf Erstattung der dafür notwendigen Aufwendungen.

Nach § 633 BGB ist bei einem unverhältnismässigem Aufwand auch eine Verweigerung der Nachbesserung möglich.

Wenn Mängel ohne großen Aufwand und mit wenig Mühe behoben werden können, kann auch eine Nachbesserungspflicht des Käufers bzw. Nachbesserungsrecht des Verkäufers entstehen.

Eine kostenlose nachträgliche Beseitigung von Mängeln ist eine Nacherfüllung eines Mangel durch den Schuldner nach §§ 439 I. 635 I BGB. So kann der Gläubiger sie beim Werkvertragsrecht und beim Kaufvertragrecht einfordern.

Nachfrage

Nachfrage

Mit Nachfrage ergibt sich aus einer logischen Folgekette von Bedürfnis/Motiv, Bedarf, Nachfrage und Marktvolumen.

So ergibt sich die Nachfrage durch den Bedarf bei einer verfügbaren Kaufkraft auf ein attraktives Angebot mit einer gebotenen Dringlichkeit bei konkreten Beschaffungsdispositionen eines Nachfragers.

Ein Bedarf wird somit marktwirksam. Die Nachfrage entspricht somit dem marktwirsamen Bedarf nach einer Güterart auf dem Markt.

Innerhalb der Theorie des Käuferverhaltens wird die Nachfrage abstrakt als Kaufbereitschaft, also intendon von Individuen stochastisch über die Kaufwahrscheinlichkeit abgebildet und empirisch betrachtet (Kaufneigungsmodelle).